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WannaCry: Neue Angriffswelle auf Computer befürchtet


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WannaCry: Neue Angriffswelle auf Computer befürchtet

Der Wochenanfang könnte für Unternehmen auf der ganzen Welt unangenehm werden: Nachdem die Schadsoftware WannaCry am Freitag unzählige Rechner in dutzenden Ländern befallen hatte, fürchten Computerexperten am Montag eine neue Angriffswelle.

Vor allem, wenn in Asien Millionen Menschen ihre Rechner auf der Arbeit einschalten, kann WannaCry seine gefürchtete Nachricht verbreiten: Ihre Dateien wurden verschlüsselt, bitte zahlen Sie 300 Dollar, um wieder darauf zugreifen zu können. Außerdem könnte schon bald eine neue Version der Software bereitstehen, die bekannte Abwehrmaßnahmen und Virenscanner austrickst.

Viel Schaden haben die Erpresser schon angerichtet, viel Geld haben sie aber offenbar nicht eingesackt. Der Heise-Verlag berichtete am Sonntagabend, es seien nur rund 130 Zahlungen eingegangen, das entspricht maximal etwa 30.000 Euro.

Microsoft, dessen Betriebssystem Windows anfällig für WannaCry ist, beschwerte sich unterdessen über die US-Regierung. Diese hatte von der Sicherheitslücke offenbar schon länger gewusst, Informationen darüber aber zurückgehalten. US-Geheimdienste nutzen die Sicherheitslücken ebenfalls aus, um fremde Rechner auszuspionieren und zu sabotieren.

Zum Wochenende hatte WannaCry zunächst Schlagzeilen gemacht, weil es mehrere große Unternehmen befallen hatte. Darunter Renault in Frankreich, den Telefonanbieter Telefonica in Spanien und die Deutsche Bahn. Besonders betroffen war das britische Gesundheitssystem. In Krankenhäusern und Praxen mussten Behandlungen abgesagt werden.

Bereits seit März gibt es ein Update für die Schwachstelle in Windows. Allerdings lassen sich offenbar viele Unernehmen Zeit dabei, ihre Rechner auf den aktuellen Stand zu bringen.

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