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Visaliberalisierung für die Ukraine


Redaktion Brüssel

Visaliberalisierung für die Ukraine

Nach den zuständigen EU-Ministern hat auch das Europaparlament die Visaliberalisierung für die Bürger der Ukraine bestätigt. Sie soll im Juni in Kraft treten.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sagte in Straßburg: “Die Ukraine kehrt in die europäische Familie zurück und kehrt dem sowjetischen und russischen Imperium endgültig den Rücken zu.”

Parlamentspräsident Antonio Tajani betonte, dass dieser Schritt die Beziehungen zwischen der Ukraine und der EU erleichtern werde. Er fügte hinzu: “Das Europaparlament und die europäischen Institutionen wollen sich für gute Lösungen und für die Umsetzung des Minsker Abkommens einsetzen”. Ziel des Minsker Abkommens ist, den Krieg in der Ukraine zu stoppen.

Die Visumfreiheit wird nur für Inhaber biometrischer Pässe und ausschließlich für Reisen von bis zu 90 Tagen gelten. Ausgenommen sind zudem die Nicht-Schengen-Länder Irland und Großbritannien.

“Ich war oft in Europa”, sagt ein junge Ukrainer. Das kostet immer Geld, es gab viele Formalitäten und die Zeiträume für die Reisen, die respektiert werden mussten, waren kurz. Nun wird alles für Europa-Urlauber und Geschäftsreisende viel leichter.” Vor den Konsulaten Polens und Tschechiens in Kiew bildeten sich meist lange Schlangen reisewilliger Ukrainer.