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Athen: Proteste vor Parlamentsabstimmung


Griechenland

Athen: Proteste vor Parlamentsabstimmung

Unmittelbar vor der Parlamentsabstimmung über ein neues Sparprogramm sind in Athen erneut Hunderte griechische Rentner auf die Straße gegangen. Auch mehrere Gewerkschaften riefen zu Demonstratíonen vor dem Parlament auf.

Geplant sind unter anderem eine Kürzung der Renten ab 2019 um bis zu 18 Prozent und eine Senkung des jährlichen Steuerfreibetrags um rund ein Drittel ab dem Jahr 2020. Nach Angaben des Verbandes der griechischen Rentner wäre es die fünfzehnte Rentenkürzung seit 2010.

Zudem setzten die griechischen Seeleute der Küstenschifffahrt den dritten Tag in Folge ihren Streik fort, der bis einschließlich Samstag andauern sollte. Inseln ohne Flughafen sind ohne Fàhrverkehr praktisch von der Außenwelt abgeschnitten.

Beobachter in Athen rechneten mit einer Billigung des Parlaments trotz der knappen Mehrheit von nur drei Abgeordneten für Ministerpräsident Alexis Tsipras’ Regierungskoalition. Griechenlands Schuldenlast liegt bei rund 315 Milliarden Euro, das sind 179 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Das neue Sparpaket hat ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro.

Panagiotis Petrakis, Wirtschaftsprofessor an der Universität Athen, sagte dem griechischen Nachrichtensender Skai, es stünden den Griechen noch schwierige Zeiten bevor. Dennoch komme das Land langsam in eine Aufschwungsphase. Eine schlagartige Besserung der Lage werde es aber nicht geben: “Wir sollten nicht fantasieren, dass es Wunder gibt”, sagte Petrakis.

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