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Gesundheitssysteme weltweit besser geworden

Gute Noten für die Schweiz, Österreich und Deutschland.

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Wie gut sind unsere Gesundheitssysteme? Dieser Frage sind Forscher der University of Washington in Seattle nachgegangen. Das Ergebnis der internationalen Studie: Die Gesundheitsversorgung hat sich in den meisten Ländern der Welt zwischen 1990 und 2015 verbessert. Demnach ist in 167 Ländern der Zugang zur Gesundheitsversorgung und deren Qualität deutlich besser geworden.

Auf einer Skala von 0 bis 100 erreichte 2015 Andorra mit 94,6 den höchsten Wert, die Zentralafrikanische Republik bildete das Schlusslicht. Die Ergebnisse wurden in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht.

Die Schweiz erreichte den drittbesten Wert, Deutschland und Österreich liegen unter den besten 20 Staaten. 13 der Länder, in denen die Gesundheitsversogung um hochwertigsten ist, sind in Westeuropa.

Untersucht wurde nicht nur das Gesundheitswesen eines Landes als Ganzes – wie gut und zugänglich es ist, es wurden auch die jeweiligen Sterberaten bei 32 so genannten “vermeidbaren” Krankheiten verglichen, darunter Brust- sowie Gebährmutterhalskrebs, Durchfallerkrankungen, Tuberkulose, Tetanus, Leukämie und Herzkreislauferkrankungen. Diese sind eigentlich mit modernen Therapien gut behandelbar.

Die Forscher verglichen auch die Qualität eines Gesundheitssystems im Verhältnis zum Entwicklungsstand des Landes. Demnach müssten die USA und Südafrika deutlich bessere Leistungen in der medizinischen Versorgung aufweisen.

Besorgniserregend: Zwar stiegen die Durchschnittswerte seit 1990 an. Doch die Kluft zwischen den besten und schlechtesten Gesundheitssystemen wurde der Lancet-Studie zufolge in den vergangenen Jahren größer.