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Italien: Mehr als 2000 Migranten gerettet

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Italien: Mehr als 2000 Migranten gerettet

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Innerhalb von 24 Stunden sind nach Angaben der italienischen Küstenwache erneut mehr als 2000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Die Menschen seien am Freitag und Samstagmorgen bei 17 verschiedenen Einsätzen aufgegriffen worden, berichtete die Küstenwache. Dabei wurde auch ein Toter geborgen. Sieben Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Dem italienischen Innenministerium zufolge ist die Zahl der Ankünfte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent gestiegen.

Der Verteidigungsausschuss des italienischen Senats hatte vergangene Woche Nichtsregierungsorganisationen von Vorwürfen freigesprochen, bei der Rettung von Migranten mit Schleppern zusammenzuarbeiten. Es gebe
keine Hinweise, die mögliche rechtswidrige Absprachen zwischen NGOs und Menschenhändlern belegen würden, hieß es in einem am Dienstag verabschiedeten Bericht.

Gleichzeitig forderten die Senatoren neue Regeln für den Einsatz der privaten Seenotretter im Mittelmeer. Weder nationales noch internationales Recht sehe vor, dass humanitäre Korridore durch Privatpersonen geschaffen würden. Die Rettungseinsätze der Hilfsorganisationen müssten stets unter Regie der italienischen Küstenwache ablaufen. Italien dürfe nicht das einzige Land sein, in dem gerettete Migranten ankommen. Die Senatoren schlagen vor, sichere Landepunkte auf libyschem, tunesischem und maltesischem Gebiet unter der Federführung der Internationalen Organisation für Migration (IOM), der Vereinten Nationen (UN) und ihres Flüchtlingshilfswerks UNCHR einzurichten.