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Judo Grand Slam Jekaterinburg: Gold für Deutschland


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Judo Grand Slam Jekaterinburg: Gold für Deutschland

Die internationale Judoelite trifft sich an diesem Wochenende zum dritten Grand Slam des Jahres im russischen Jekaterinburg.

Gebürtige Deutsche holt Gold für Panama

Bei den Frauen in der Gewichtsklasse unter 57 Kilogramm triumphierte die Deutsch-Panamaerin Miryam Roper für Panama. Im Halbfinale setzte sie sich mit Ippon durch Festhalter gegen die Mongolin Enkhriilen Lkhagvatogoo durch.

Im finalen Duell trat sie dann gegen Nae Udaka aus Japan auf die Matte und schlug die ehemalige Weltmeisterin ebenfalls mit der Bestwertung Ippon. Miryam Roper sorgte dafür, dass erstmals die Nationalhymne Panamas bei einem Judo-Grand-Slam ertönte. Bei den Olympischen Spielen in Rio war sie noch für Deutschland angetreten.

“Ich bin sehr stolz auf meine heutige Leistung. Und ich bin so glücklich, Panama zu vertreten, das Land meines Vaters. Und ja, die erste Medaille für Panama zu holen und dann auch noch direkt die goldene… Ich kann meine Gefühle gar nicht in Worte fassen”, sagte Roper in Jekaterinburg.

Soichi Hashimoto weiter ungeschlagen

Der Mann des Tages kam mit Soichi Hashimoto aus Japan. Die Nummer zwei der Weltrangliste ist bei der Judo-Grand-Slam-Serie seit 2015 ungeschlagen. Und auch heute im Halbfinale der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm setzte sich Hashimoto souverän mit einem Ippon gegen Arthur Margelidon aus Kanada durch.

Im Finale musste sich dann Brasiliens Marcelo Contini dem Japaner geschlagen geben. Hashimoto legte erst zwei Waza-aris hin, dann machte er mit einem wunderschönen Ippon die Goldmedaille klar. Es ist die dritte Grand-Slam-Medaille seiner Karriere.

Japaner dominieren in Jekaterinburg

Auch die superleichte Gewichtsklasse der Männer bis 60 Kilogramm dominierte ein Japaner. Im Finale attackierte Ryuju Nagayama den Georgier Amiran Papinashvili mit drei Waza-aris, denen sein Gegner nichts entgegensetzen konnte.

Viertes Gold für Brasiliens Erika Miranda

In der leichten Gewichtsklasse der Frauen unter 52 Kilogramm holte sich Erika Miranda aus Brasilien ihre vierte Grand-Slam-Goldmedaille. Im Finale legte Miranda Russlands Alesya Kuznetsova auf die Matte und entschied den Kampf mit zwei Waza-aris für sich. Kuznetsova hatte erst im Februar von der Gewichtsklasse unter 48 Kilogramm in die Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm gewechselt. Der Jubel bei Erika Miranda war groß. Ihre Trainerin freute sich lautstark mit ihr.

Sieg für Deutschland

Zwei Gewichtsklassen höher bei den Frauen bis 63 Kilogramm holte Martyna Trajdos Gold für Deutschland. Die 28 Jahre alte Hamburgerin siegte im Finale gegen die ehemalige EM-Dritte Jekaterina Wolkowa aus Russland. Für Trajdos ist es das zweite Grand-Slam-Gold. Das erste hatte sie sich 2015 in Tokio geholt.