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Judo Grand Slam Jekaterinburg: Heimsieg für Khasan Khalmurzaev


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Judo Grand Slam Jekaterinburg: Heimsieg für Khasan Khalmurzaev

Heimsieg für Khasan Khalmurzaev: Der 23-jährige Russe holte beim Judo Grand Slam in Jekaterinburg Gold. Im Halbfinale der Gewichtsklasse der Männer bis 81 Kilogramm machte er Frank de Wit aus den Niederlanden platt. Khalmurzaev bekam für seine Wurftechnik Uchi-mata die Waza-ari-Wertung.

Im finalen Kampf setzte er sich dann gegen Attila Ungvari aus Ungarn durch. Wieder schlug er seinen Gegner mit der Uchi-mata-Technik, für die er diesmal mit der Bestwertung Ippon belohnt wurde.

Khalmurzaev hatte bei den Olympischen Spielen in Rio letzten Sommer Gold für Russland geholt. Danach legte er eine Grand-Prix-Pause ein. Umso größer war jetzt die Freude über das goldene Comeback in der Heimat: “Das war mein erstes Turnier zurück in Aktion. Ich habe Anfang des Jahres wieder mit dem Trainieren begonnen, aber bis jetzt war ich noch nicht zum Kämpfen bereit. Es war interessant für mich, hier in Jekaterinburg anzutreten. Es fühlt sich gut an. Ich bin froh hier gekämpft und gewonnen zu haben.”

Sanne van Dijke dreht den Kampf

Frau des Tages ist Sanne van Dijke. Die Niederländerin holte in Jekaterinburg ihr erstes Grand-Slam-Gold. Im Halbfinale der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm trat sie gegen Aleksandra Samardžić aus Bosnien-Herzegowina auf die Judomatte.

Im Finale wartete Russlands Alena Prokopenko auf die Niederländerin. Die Russin ging erst durch einen Waza-ari in Führung. Doch van Dijke gab alles und drehte den Kampf in den letzten Sekunden. Für ihre Haltetechnik gab es die Höchstwertung Ippon.

-78 Kilogramm: Umeki Mami bezwingt Natalie Powell

Eine Gewichtsklasse höher bei den Frauen bis 78 Kilogramm triumphierte die amtierende Weltmeisterin Umeki Mami. Die Japanerin besiegte Natalie Powell aus Großbritannien im Finale mit einem Fesselgriff. Für den gab‘s einen Ippon.

Auch bei den Herren bis 90 Kilogramm stand ein Japaner ganz oben auf dem Podest. Nagasawa Kenta legte die beste Leistung seiner jungen Karriere hin und verwies den früheren Vizeweltmeister Tóth Krisztián aus Ungarn auf Platz zwei.

Ippon des Tages für Österreicher

Laurin Böhler reichte es in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm zwar nur für Rang drei, mit seiner spektakuläreren Wurftechnik erzielte der Österreicher aber den Ippon des Tages.

Die Goldmedaille in seiner Gewichtsklasse konnte sich Miklós Cirjenics aus Ungarn sichern. Er bezwang Juniorweltmeister Niyaz Ilyasov aus Russland mit einem Ippon. Sein erstes Grand-Prix-Gold dürfte Miklós Cirjenics ordentlich Aufwind für die nächste Judo-WM geben. Die wird im August und September in seiner Heimatstadt Budapest ausgetragen.