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Manchester: Polizei will Kooperation mit USA stoppen wegen "Ermittlungs-Lecks"

Medienberichten zufolge wollen die britischen Behörden keine Informationen mehr über den Terroranschlag von Manchester mit US-Geheimdiensten teilen - aus Ärger über undichte Stellen.

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Manchester: Polizei will Kooperation mit USA stoppen wegen "Ermittlungs-Lecks"

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Medienberichten zufolge wollen die britischen Behörden keine Informationen mehr über den Terroranschlag von Manchester mit US-Geheimdiensten teilen – aus Ärger über undichte Stellen. Man gehe davon aus, dass forensische Aufnahmen vom Tatort der “New York Times” zugespielt worden seien. Die Fotos zeigen Zünder, Metallmuttern und Schrauben sowie einen Rucksack, in dem die Bombe gewesen sein könnte.

Bereits am Dienstag war der Name des Selbstmordattentäters gegen den Wunsch der Polizei US-Medien zugespielt worden. Die Nationale Britische Anti-Terrorpolizei erklärte, die undichten Stellen unterhöhlten die Ermittlungen.
Man schätze die wichtigen Beziehungen zu Geheimdiensten, Polizei und Sicherheitspartnern weltweit hoch ein. “Wenn dieses Vertrauen gebrochen wird, untergräbt das diese Beziehungen und untergräbt unsere Ermittlungen und das Vertrauen der Opfer, Zeugen und ihrer Familien”, sagte ein Sprecher. Der Schaden sei noch größer, wenn mögliche Beweise mitten in einer großen Anti-Terror-Ermittlung unerlaubt veröffentlicht würden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der mutmaßliche Attentäter kein einsamer Wolf war. Zehn Menschen wurden mittlerweile festgesetzt, darunter in Libyen ein Bruder des Attentäters und sein Vater. Dieser wies in einem Interview eine Beteiligung seines Sohns zurück. Dahinter steckten geheime Kräfte, Geheimdienste, die die libysche Jugend diskreditieren wollten.

Bei dem Attentat auf Besucher eines Popkonzerts am Montag waren 22 Menschen getötet und fast 60 verletzt worden, darunter viele Jugendliche und Kinder.