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Nato-Gipfel in Brüssel: Trump brüskiert Verbündete

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Nato-Gipfel in Brüssel: Trump brüskiert Verbündete

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Nicht nur beim rüden Vordrängeln ist US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel aufgefallen. Bei seinem Polterauftritt in Brüssel formulierte er in deutlichen und nicht eben diplomatischen Worten erneut die Forderungen der USA an die Nato-Partner. Alle Zugeständnisse der Bündnispartner waren offensichtlich umsonst. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte die verschiedenen Strategien:

“Erstens, die Nationen beabsichtigen, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, zwei Prozent ihres BIP für die Verteidigung auszugeben oder zwanzig Prozent in Großgeräte zu investieren. Zweitens, in die wichtigsten regionalen Fähigkeiten, die wir brauchen, sollen zusätzliche Mittel investiert werden. Drittens, Verbündete beabsichtigen, zu NATO-Missionen, Operationen und anderen Engagements beizutragen. “

Trump nutzte sein Grußwort bei der Einweihung des neuen Nato-Hauptquartiers, um das seiner Meinung nach unzureichende militärische Engagement vieler Nato-Mitglieder anzuprangern:

“23 der 28 Mitgliedsstaaten zahlen immer noch nicht das, was sie zahlen sollten – und was sie für ihre Verteidigung ausgeben sollten. Das ist nicht fair gegenüber den amerikanischen Steuerzahlern.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommentierte Trumps Rede nicht. Sie verwies jedoch darauf, dass Deutschland zum sogenannten Zwei-Prozent-Ziel der Nato stehe. Derzeit gebe es aber kein Handlungsbedarf beim Thema Verteidigungsausgaben.

Bei einem Gespräch mit den Spitzen der Europäischen Union hatte der US-Präsident unter anderem mehrfach den deutschen Handelsüberschuss beklagt und diesen als “schlecht, sehr schlecht” bezeichnet: