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FKK und ABC: Japans nackte Tatsachen


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FKK und ABC: Japans nackte Tatsachen

Baden mit Köpfchen, in Japan ist das möglich. Dort gibt es Unterrichtskurse im Hinodeyu, einem traditionellen Badehaus in Tokio. Statt Schuluniform sind Lehrer und Schüler unbekleidet. Während sie über ihren Aufgaben schwitzen, plantschen sie mit den Füßen im Wasser. Dass die nackten Tatsachen vom Schulstoff ablenken, bezweifelt Kenta Igeta, der heute die Grundlagen eines beliebten japanischen Brettspiels unterrichtet.

“Die Idee ist einfach gut,” sagt Igeta. “Ich erkläre die Regeln des Go-Spiels, weil es die Leute zusammenbringt und sie interessiert, egal, wie alt sie sind oder welches Geschlecht sie haben.”

Das Badehaus wurde 1939 gegründet und ist seitdem in Familienbesitz. Zu seinen Hochzeiten badeten jeden Tag bis zu 500 Japaner. Aber in den vergangenen Jahrzehnten blieben immer mehr Nackte zu Hause.

Der Chef der Badeanstalt Yuichi Tamura brauchte eine Marketingidee. “Viele junge Leute gehen nicht mehr in Badehäuser, weil sie zu Hause eine Wanne haben. Ich wollte ihnen einen Grund geben, zu uns zu kommen, imdem ich ein ganz besonderes Event anbiete – eine Nudistenschule,” erklärt er.

Neben dem Go-Spiel gibt es auch Kurse über die traditionelle Badekultur in Japan oder sogar Informationsstunden über das Problem herumstreunender Katzen auf den Straßen Tokios. Baden mit Köpfchen. Alles inbegriffen in der Eintrittskarte von 3 Euro 50.

Falls diese Badeanstalt Schule macht, braucht Japan wohl MEHR Lehrer, die mit WENIGER unterrichten.

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