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Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab


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Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab

Ungeachtet mehrerer UN-Resolutionen hat Nordkorea am Montag erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Das teilte das südkoreanische Militär mit, berichtete die Agentur Yonhap. Präsident Moon Jae In berief daraufhin in Seoul eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats ein. Mehrere UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test von Raketen, die je nach Bauart auch Atomsprengköpfe tragen können. Mit dieser Rakete hat Pjöngjang allein im Mai bereits drei Raketen abgefeuert.

Erst am Samstag hatte die Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten Nordkorea eindringlich aufgerufen, seine Atom- und Raketenprogramme «vollständig, nachprüfbar und unumkehrbar» zu stoppen. In der Abschlusserklärung ihres Gipfeltreffens auf Sizilien ruft die G7 die Weltgemeinschaft auf, ihre Anstrengungen zur Umsetzung entsprechender UN-Resolutionen zu «verdoppeln». Die kommunistische Führung in Nordkorea hat seit dem vergangenen Jahr Atomversuche und zahlreiche Raketentests durchführen lassen, durch die sich vor allem Südkorea und das G7-Mitglied Japan bedroht fühlen. US-Präsident Donald Trump hat im Gegenzug einen Militärschlag gegen das ostasiatische Land nicht ausgeschlossen.

Nach Darstellung des südkoreanischen Militärs wurde die Rakete am Montag in der Nähe der nordkoreanischen Küstenstadt Wonsan gestartet. Das Projektil sei in östlicher Richtung geflogen. Pjöngjang hatte zuletzt am 21. Mai eine Mittelstrecken-Rakete ins Meer abgeschossen. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs war die Rakete nach dem Start im Westen das Nachbarlandes mehr als 500 Kilometer weit geflogen sei, bevor sie ins Japanische Meer stürzte. Davor hatte Nordkorea am 14. Mai eine noch stärkere Mittelstreckenrakete eines anderen Typs getestet.

Nordkorea treibt die Entwicklung von Raketen voran, die nicht nur Südkorea und Japan treffen, sondern auch einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen können.