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Putin bei Macron: Wahlmanipulation kein Thema, dafür die Rechte von Homosexuellen

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Putin bei Macron: Wahlmanipulation kein Thema, dafür die Rechte von Homosexuellen

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Montag seinen russischen Amtskollegen Vladimir Putin in Versailles empfangen. Die Lage in der Ukraine und Syrien, aber auch die bilateralen Beziehungen standen im Zentrum des Treffens. Zwischen beiden Ländern gab es zuletzt Spannungen, auch was eine angebliche Einmischung Moskaus in den französischen Präsidentschaftswahlkampf betrifft. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz darauf angesprochen sagte Putin, dies sei nicht Thema der Diskussion gewesen. Auch Emmanuel Macron habe diesbezüglich keinen Gesprächsbedarf gehabt. Macron seinerseits betonte, das Thema sei bereits geklärt worden, als Putin im zu seiner Wahl vor drei Wochen gratulierte.

Angesprochen wurde dafür die Lage der Homosexuellen in Tschetschenien und der LGBT-Gruppen in Russland. Präsident Macron sagte, er habe daran erinnert, welche Bedeutung der Respekt aller Personen und Minderheiten für Frankreich habe. Er habe die französischen Erwartungen präzise dargestellt und sich mit Präsident Putin auf eine regelmäßige Überprüfung der Situation geeinigt.

Mit Blick auf den Syrienkonflikt verständigten sich die beiden Präsidenten auf eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus. Im Friedensprozess für die krisengeschüttelte Ukraine streben Frankreich und Russland ein baldiges Treffen im sogenannten Normandie-Format an. In dieser informellen Gruppe sind auch Deutschland und die Ukraine vertreten.

Anlass für das Treffen im Schloss von Versailles war die Eröffnung einer Ausstellung zum Besuch von Zar Peter dem Großen in Frankreich vor 300 Jahren. Dieser gilt als der Beginn der diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und Frankreich.