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Razzia in Athen: Schlepperbande aufgeflogen


Griechenland

Razzia in Athen: Schlepperbande aufgeflogen

Die griechische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Europol ein Netzwerk von Menschenschmugglern ausgehoben. Die Verdächtigen sollen Migranten und Flüchtlingen illegal Grenzübertritte in europäische Länder und innerhalb des Kontinents sowie nach Kanada ermöglicht haben.

Nach mehreren Razzien im Großraum Athen seien sieben mutmaßliche Schleuser und fünf ihrer Klienten festgenommen worden, erklärte die griechische Polizei. Sieben weitere mutmaßliche Bandenmitglieder seien bereits im Vorfeld der Operation verhaftet worden.

Polizeisprecherin Ioanna Rotziokou:“Die Menschenschmuggler haben ihre Kunden mit gefälschten oder gestohlenen Pässen ausgestattet, um ihren Transfer mit Linienflügen einfacher zu gestalten.”

Die Organisation habe seit rund zwei Jahren in Griechenland operiert. Ihre Tarife hätten bei rund 1000 Euro für einen Transfer nach Mazedonien gelegen. Rund 16.000 Euro seien für Flüge nach Kanada verlangt worden, berichtete die Polizei. Die Schlepperbande habe Abflüge von griechischen Flughäfen in Athen, Kreta und Lesbos organisiert, aber auch mit Fahrzeugen über die Balkanroute.

euronews-Korrespondent Michalis Arampatzoglou kommentierte in Athen:“Mehr als 60.000 Migranten und Flüchtlinge halten sich nach den Grenzschließungen auf dem Balkan noch in griechischen Camps auf. Der langsame Fortschritt des EU-Umsiedlungsprogramms macht diese Menschen anfälliger für Ausbeutung durch Netzwerke von Schmugglern.”


welt

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