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ISS: "Cygnus" abgedockt

Fliegender Wechsel an der Internationalen Raumstation ISS: "Cygnus" abgedockt - "Dragon" dockt am Montag an

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Fliegender Wechsel an der Internationalen Raumstation ISS: Nach dem erstmaligen Start einer bereits benutzten Raumkapsel vom Typ «Dragon» ins All hat an der ISS ein “Cygnus”-Raumfrachter den Platz zum Andocken frei gemacht.

Der unbemannte US-Transporter «Cygnus» (Schwan) dockte am Sonntag planmäßig vom Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde ab, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Am Samstag (Ortszeit) war die “Dragon”-Kapsel (Drache) der privaten Raumfahrtfirma SpaceX mit einer Falcon-9-Rakete vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet. Sie soll an diesem Montag an dem fliegenden Forschungslabor andocken. Es war der erste Neustart einer bereits benutzten “Dragon”-Kapsel.

Sie bringt der derzeit dreiköpfigen Besatzung der ISS rund 2700 Kilogramm Nachschub und Ausrüstung. Der Frachter war bereits 2014 zum Außenposten im All geflogen, dann auf die Erde zurückgekehrt und nach einer erfolgreichen Wasserlandung wieder aufgemöbelt worden. Das Recycling soll künftige Flüge billiger machen.

SpaceX gelang es auch abermals, die erste Stufe der Falcon-Rakete nach dem Abheben sicher auf die Erde zurückzubringen. Sie löste sich kurz nach dem Start planmäßig ab und setzte aufrecht auf der Luftwaffenbasis in Cape Canaveral auf – nicht weit vom Startplatz entfernt.

Der Transportflug ist der elfte zur ISS, den SpaceX im Auftrag der US-Weltraumbehörde Nasa vornimmt. Verläuft alles planmäßig, will SpaceX den “Drachen” im Juli erneut zur Erde zurückkehren lassen – um ihn hoffentlich ein weiteres Mal wieder in Schuss bringen und einsetzen zu können. So wurde er nach seiner ersten Reise mit einem neuen Hitzeschild für den Wiedereintritt in die Erde und neuen Landefallschirmen ausgestattet, wie SpaceX auf einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte.

Eigentlich sollte der Frachter bereits am Donnerstag aufbrechen, aber schlechtes Wetter verhinderte den Start. Die zweitägige Verzögerung führt dazu, dass zwei Raumfrachter einander im Orbit passieren.

Die “Cygnus”-Kapsel schwenkte am Sonntag nach dem Ablegen in eine Umlaufbahn um die Erde ein. Bei einer Übertragung der Nasa im Internet war mit der Erde im Hintergrund zu sehen, wie sich das Raumschiff langsam von der ISS entfernte. “Cygnus” soll noch eine Woche lang die Erde umkreisen und dabei unter anderem vier Minisatelliten aussetzen. Kommenden Sonntag soll «Cygnus» dann in die Erdatmosphäre eintreten und über dem Pazifik verglühen.