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China baut Riesenobservatorium für kosmische Strahlung


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China baut Riesenobservatorium für kosmische Strahlung

In China haben die Bauarbeiten für eine der größten Stationen zur Erfassung kosmischer Strahlen begonnen. In der südwestchinesischen Provinz Sichuan auf etwa 4410 Metern Höhe soll das Large High Altitude Air Shower Observatory, kurz LHAASO, dabei helfen, den Ursprung kosmischer Strahlung zu untersuchen. Der leitende Wissenschaftler des Projektes, Zhen Cao erklärt: “Das LHAASO wird ein jahrhundertaltes Rätsel der Wissenschaft lösen, nämlich, woher die kosmische Strahlung kommt und warum sie auf ein vielfaches dessen beschleunigt werden kann, was menschengemachte Beschleuniger leisten können.” Seit ihrer Entdeckung vor rund 100 Jahren rätseln Forscher, woher die kosmischen Strahlen kommen. Kosmische Strahlen sind Partikel, die aus dem Weltall stammen und auf ein so hohes Energielevel beschleunigen, das auf der Erde auch der stärkste Teilchenbeschleuniger nicht generieren könnte. Bestehend aus energiegeladenen Protonen und Atomkernen verursachen kosmische Strahlen, sobald sie in die Atmosphäre eindringen, Teilchenschauer aus Partikeln wie Photonen und Myonen. Das LHAASO will mithilfe eines Tscherenkow-Wasser-Detektors und zwölf Tscherenkow-Teleskopen kosmische Strahlen über einen großen Energiebereich untersuchen. Diese Geräte registrieren Tscherenkowstrahlung, die entsteht, wenn ein geladenes Teilchen ein Medium schneller als mit Lichtgeschwindigkeit durchdringt. 2020 soll das LHAASO in Betrieb genommen werden. Es ist nicht das einzige Projekt dieser Art. Das IceCube am Südpoluntersucht ist ein Hochenergie-Neutrino-Observatorium, während das Pierre Auger Observatorium in Argentinien kosmische Strahlung bei höchsten Energien erforscht.

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