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Gras und Wein aus einer Plantage: Dual Use a' la Oregon

Im Nordwesten der USA könnte eine Cannabis Boom ausbrechen: Winzer stehen in den Startlöchern, um Marihuana anzubauen

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Gras und Wein aus einer Plantage: Dual Use a' la Oregon

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Barbara und Bill Steele zogen einst nach Oregon, um hochwertige Bio-Weine zu produzieren. Diesen Traum haben sie sich erfüllt, und jetzt, 10 Jahre später, erweitern sie ihre Produktpalette. Auch dabei geht es um allerbeste Qualität, denn Genuss ist für die beiden das Einzige, was zählt. Barbara und Bill bauen in ihren Weinbergen jetzt auch Marihuana an, denn seit zwei Jahren ist der Anbau von Medizinalhanf nicht mehr illegal. Einen Widerspruch sehen sie und ihre sinnenfrohen Kunden nicht, auch wenn beide Produkte sehr unterschiedlich wirken: die Nachfrage ist da, der Markt boomt.

Bill Steele, Winzer der Cowhorn Vineyard & Garden: “Letztes Jahr hatten wir rund 30 Pflanzen, ungefähr fünf verschiedene Sorten. Dieses Jahr werden wir gut 60 Pflanzen ziehen.” Die Zielgruppe scheint klar: auf – und abgeklärte Konsumenten, die Qualität wollen, sei es beim trinken, sei es beim kiffen – oder beidem zusammen. Barbara Steele, Winzerin: “Wein und Gras zusammen sind schon eine besondere Erfahrung. Es gibt schon richtige “Wein und Gras” Partys. Aber die Qualität muss stimmen. Wir bauen hier sehr guten Wein an , und wenn wir auch noch Gras in entsprechender Qualität und Menge liefern könnten… “

Das Klima im Nordwesten der USA ist perfekt geeignet für den Marihuana-Anbau, manche Weinbauern träumen schon von einer Cannabis Industrie. Allein das sorgt schon für Ärger, es geht um Wasserrechte. Aber noch ist es nicht soweit, noch darf nur medizinisches Marihuana strikt getrennt vom Wein angebaut werden. Aber Amerika hieße nicht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wenn es nicht gelänge, das beste aus zwei Welten auch kommerziell zu vereinen.