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Regenschirm und Samba beim Karneval der Kulturen in Berlin


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Regenschirm und Samba beim Karneval der Kulturen in Berlin

Tausende Zuschauer folgten am Sonntagnachmittag dem traditionellen Umzug beim Karneval der Kulturen in Berlin: im strömenden Regen und unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Nach dem Anschlag in London hatten die Veranstalter ihr Sicherheitskonzept noch einmal mit der Polizei abgestimmt. Deutlich sichtbar warenmobile Straßensperren und massive Polizeipräsenz entlang des Zuges.

Die Stimmung war gut, wenn auch bei manchen vielleicht nicht ganz so unbeschwert, wie in den Vorjahren. “Klar es sind Absperrungen da. Aber irgendwie so ganz sicher fühlt man sich nicht mehr”, sagt eine junge Frau. Ihre Freundin stimmt zu: “Ein mulmiges Gefühl ist auf jeden Fall da. Also es ist im Kopf. Ganz klar.”

Ein Berlinbesucher bekennt: “Ich hatte mir schon am Morgen darüber Gedanken gemacht. Aber Berlin ist einfach fantastisch, es gefällt mir gut. Ich fühle mich sicher hier!”

Die Karnevals-Teilnehmer waren auf das schlechte Wetter vorbereitet – viele zogen sich durchsichtige Regenumhänge über. Der Umzug führte vom Hermannplatz in Neukölln über die Gneisenaustraße bis zur Möckernstraße nach Kreuzberg.

Nach Veranstalterangaben machten diesmal 4000 Menschen in 58 Gruppen mit, um ein Zeichen für mehr Weltoffenheit und gegen Rassismus zu setzen. Ein Absage des beliebten Umzugs kam letztlich nicht in Frage. Im Gegenteil, sagt die Leiterin des Karnevals der Kulturen. “Man kann nicht nur mit Technik auf solche Vorfälle reagieren, sondern man muss mit Inhalten reagieren. Und was wir hier machen, dieser Karneval, spricht einfach für Demokratie und Miteinander.”

Der Karneval der Kulturen lockt mit Konzerten, Speisen und Getränken jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an. Das Fest ging am Freitag los und dauert noch bis Pfingstmontag.

GERMANY-CARNIVAL/

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Fotos: REUTERS/Christian Mang

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