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Mutmaßlicher Attentäter: Nachbarn wollen gewarnt haben

Zwei Tage nach dem jüngsten Terroranschlag in London verdichten sich Hinweise, dass die Polizei vor mindestens einem der Attentäter gewarnt worden war.

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Die britische Polizei hat den namen des dritten Attentäters vom jüngsten Anschlag der London Bridge bekannt gegeben. Es handelt sich um Jussef Sagbha. Außerdem wurde im East Londoner Stadtteil Barking ein 27-Jähriger Mann verhaftet.

Zwei Tage nach dem jüngsten Terroranschlag in London verdichten sich Hinweise, dass die Polizei vor mindestens einem der mutmaßlichen Attentäter gewarnt worden war. Die Frau eines Nachbarn im Stadtteil Barking will Informationen über das Verhalten von Khuram Butt weitergeleitet haben. Er habe versucht, ihre Kinder zu radikalisieren.

“Die Polizei bitte die Gemeindemitglieder um Mithilfe, um Informationen zu bekommen, auch wenn jemand einen Verdacht hat. Ich weiß gar nicht, wie oft ich das schon im Radio gehört habe. Wenn dann aber jemand etwas zu sagen hat, nimmt man das nicht ernst”, kritisiert Jibril Palomba die Behörden. Seine Frau soll den Hinweis auf Butt gegeben haben. Der sei außerdem in einer Fernsehdokumentation als als Extremist portraitiert worden. Das berichtete das Wall Street Journal.

In der Nähe des Tatorts im Zentrum von London kamen am Montag erneut Trauernde zusammen. Das Bedürfnis, sich von dem Anschlag und seiner Ideologie zu distanzieren, war groß. So auch bei diesem Mitglied der Ahmadiya Muslim Community. “Es war absolut barbarisch und repräsentiert nicht den Islam. Es wurde schon zahllose Mal zuvor gesagt. Es ist ja nicht das erste Mal, dass so etwas im Vereinigten Königreich oder in den USA geschehen ist. Wir weisen das zurück. Wir verurteilen es auf schärfstmögliche Weise”, so Muhammad Abdullah.

Bei dem Angriff mit einem Lieferwagen und Messern waren am Samstagabend sieben Menschen getötet worden. Die drei Angreifer wurden von der Polizei erschossen.