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Wahlkampfthema Terror


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Wahlkampfthema Terror

Der Terroranschlag kurz vor der Parlamentswahl an diesem Donnerstag: Wie wird sich das Geschehene auf das Abstimmungsverhalten der Briten auswirken? Sicherheitsfragen haben die bevorstehenden Verhandlungen über den EU-Austritt als wichtigstes Wahlkampfthema abgelöst.

„Bei uns gab es in den vergangenen drei Monaten drei Terroranschläge, fünf weitere wurden vereitelt. Wir erkennen, dass Terrorismus weiteren Terrorismus provoziert“, sagte Premierministerin Theresa May und kündigte Maßnahmen an.

Jeremy Corbyn, Spitzenkandidat der oppositionellen Labour-Partei, hielt May unter die Nase, dass diese in ihrer Zeit als Innenministerin (Mai 2010 bis Juli 2016) 20.000 Stellen bei der Polizei strich. „Viele verantwortungsbewusste Menschen haben sich gemeldet und gesagt, dass sie sich Sorgen machen, weil May lange Innenministerin war, für den Abbau von Polizeistellen verantwortlich war und jetzt sagte, dass wir ein Problem haben. Ja, wir haben ein Problem, wir hätten die Zahl der Polizisten nicht reduzieren sollen“, so Corbyn.

Dass die Themen Sicherheit und Terrorismusbekämpfung genutzt werden, um kurz vor Wahlkampfschluss noch zu punkten, missfällt manchem Briten. Der Anschlag sei eine Tragödie und sollte nicht politisiert werden, um daraus Kapital für den eigenen Wahlkampf zu schlagen, meint ein Passant in London. Der Terror hat nicht nur den Brexit in den Hintergrund gerückt, auch andere Themen wie Wirtschaft und Soziales firmieren nur noch unter „ferner liefen“.

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