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Brexit? Unwichtig

Der Brexit ist das bestimmende Thema im britischen Wahlkampf. Doch das war vielleicht eine schlechte Wahlkampfstrategie.

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Sechs Wochen Wahlkampf sind vorbei: Sechs Wochen, in denen die britische Premierministerin Theresa May unter anderem versucht hat, mit dem Brexit bei den Wählern zu punkten. Als harte Verhandlerin mit der EU hatte sie sich von Anfang an dargestellt. Doch ihr Brexit-Kurs könnte bei den Wahlen gefährlich werden.

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"Ich glaube nicht, dass sich die Wahl um den Brexit dreht"

Die Umfragewerte sind in den vergangenen Tagen abgestürzt. Nur noch einen kleinen Vorsprung hat May vor dem Altlinken Jeremy Corbyn und seiner Labour-Partei; und das, obwohl viele Briten Corbyn das Amt des Premierministers nicht zutrauen. Die Bürger beispielsweise im Norden Londons interessierten sich für andere Themen, schätzt Euronews-Korrespondent James Franey die Situation ein. Das marode Gesundheitssystem beispielsweise oder die hohen Wohnungspreise.

Den Brexit stellen weder Theresa May noch Jeremy Corbyn infrage. Nur ihre Strategie für die Austrittsverhandlungen aus der EU sind grundverschieden. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat May, die harte Verhandlerin, bereits auflaufen lassen. Dann gebe es eben keinen Brexit-Deal, war die Ansage Mays. Jeremy Corbyn dagegen setzt auf Konsens, um die negativen Auswirkungen des Brexit auf die britischen Märkte in Grenzen zu halten.