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Kassel: Politische Kunst bei der Documenta


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Kassel: Politische Kunst bei der Documenta

Der “Parthenon der Bücher” ist zweifellos eine der Hauptattraktionen der Documenta 14, die am Wochenende in Kassel ihre Tore öffnet. Zehntausende ehemals oder noch heute verbotene Bücher sollen auf die Zensur und Verfolgung von Schriftstellern hinweisen. Nur zwei von vielen aktuellen Themen, die im Fokus der Ausstellung stehen.

Der Künstler Hiwa K. will mit seinem Kunstwerk aus Baurohren das Thema Flucht sicht- und hörbar machen. Mit einer Gruppe Studenten hat er die Rohre innen so gestaltet, als lebten Menschen darin. Der Künstler floh selbst an Bord eines LKWs in übereinandergestapelten Baurohren aus dem Irak.

Der Kurator Adam Szymczyk erklärt: “Die Ausstellung versucht nicht, einen soziologischen Blick auf aktuelle Themen zu werfen. Sie will vielmehr in die Tiefe dieser Themen vordringen und zeigen, wie sie der Einzelne erlebt. Sie will die individuelle Erfahrung von Flucht und Migration verbildlichen.”

Vor der Eröffnung der Weltkunstschau wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der nordhessischen Stadt hochgefahren. Die Documenta hat dieses Jahr mit Kassel und Athen erstmals zwei feste Standorte. In der griechischen Hauptstadt wurde die Ausstellung bereits im April eröffnet. Insgesamt sind bis September Werke von mehr als 160 Künstlern zu sehen. Die Documenta findet alle fünf Jahre statt. 2012 kamen mehr als 900.000 Besucher nach Kassel.

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