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Comey-Aussage: Trump unter Druck


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Comey-Aussage: Trump unter Druck

Die Aussage des ehemaligen FBI-Direktors James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats hat neue Kritik an Präsident Donald Trump hervorgerufen. Aus den Reihen der Demokraten äußerte sich der Senatsabgeordnete Chuck Schumer. Er sieht die Trump-Regierung unter Druck. Die Wolken über der Regierung seien hätten sich weiter verdunkelt, so Schumer. Er spielte damit auf eine angebliche Aussage Trumps an, der die Ermittlungen in der Russland-Affäre als Wolken bezeichnete, die die Regierungsarbeit überschatten.

Schomer forderte Trump auf, etwaige Tonbandaufnahmen von den Gesprächen mit dem damaligen FBI-Direktor Comey herauszugeben – ein Schritt, den auch Comey befürwortet.

Aus dem Umfeld von Trump meldede sich dessen Anwalt Marc Kasowitz zu Wort. Er sieht den Präsidenten durch die Aussagen Comeys entlastet. Comey hatte bestätigt, dass gegen Trump selber keine Ermittlungen wegen mutmaßlicher Kontakte nach Russland liefen.

Aber auch, wenn offiziell nichts gegen ihn vorlag: Trump gerät mehr und mehr in Rechtfertigungsnot; unter anderem hatte Comey erzählt, der Präsident habe andere Personen aus dem Raum geschickt, als er mit Comey sprechen wollte.

Das lasse besonders aufhorchen, so der Strafverteidiger und ehemalige Staatsanwalt Peter Brill. “Es ist eine Frage der Ethik: Entweder wollte der Präsident etwas Unsauberes tun oder er entpuppte sich einfach nur als völliger Neuling.”

Comey hatte bekräftigt, dass Trump ihn bei einem der Gespräche zur Einstellung der Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater, Michael Flynn, aufgefordert habe. Der Ex-FBI-Chef hatte sich jedoch nicht auf den mutmaßlichen Wunsch des Präsidenten eingelassen.