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EU-Politiker hofft auf baldigen Start der Brexit-Verhandlungen


Redaktion Brüssel

EU-Politiker hofft auf baldigen Start der Brexit-Verhandlungen

Der komplizierte Wahlausgang in Großbritannien könnte den Fahrplan für die Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel nach Meinung verschiedener EU-Politiker
durcheinanderbringen. Eigentlich sollten diese Gespräche am 19. Juni beginnen. Ob es dabei bleibt, ist unklar.

“Ich hoffe sehr, dass Großbritannien bereit sein wird, die Verhandlungen zu starten, sagte Kommissionschef Jean-Claude Junker,” von unserer Seite aus könnten wir schon morgen früh damit beginnen. Wir warten jetzt auf Besucher aus London. Ich hoffe, dass es nicht zu weiteren Verzögerungen kommt.”

Eine Verlängerung der Zwei-Jahres-Frist für die Brexit-Verhandlungen sei derzeit nicht aktuell, so Junker. Andere EU-Politiker äußerten sich via Twitter zum Wahlausgang. Darunter Ratspräsident Donald Tusk, Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier, Belgiens Ex-Regierungschef Guy Verhofstadt und der Deutsche Manfred Weber, Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei im EU-Parlament.

Auch die Außenbeauftragte Federica Mogherini nahm zum Wahlergebnis Stellung:
“Ein Jahr nach dem Referendum wissen wir jetzt immer noch nichts über die britische Position in den Brexit-Verhandlungen, und es scheint schwer vorhersehbar, wann das so sein wird. Manchmal braucht Demokratie eben Zeit.”

Sollte Großbritannien am Ende ohne Vertrag oder Übergangsregelung aus der EU ausscheiden müssen, wären die Folgen für die Wirtschaft und die Bürger kaum absehbar.

Redaktion Brüssel

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