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"Katar untergräbt die Sicherheit der Region" - Noura al Kaabi aus den Arabischen Emiraten

In der Katar-Krise werfen andere Golfstaaten unter der Führung von Saudi-Arabien Katar vor, Terroristen und den Iran zu unterstützen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zur Gruppe derer, die die diplomatischen Beziehungen zu Doha abgebrochen haben.

Ihre Position erklärt Noura al Kaabi. Die Ministerin der Vereinigen Arabischen Emirate ist eine der einflussreichsten Frauen in den Golfstaaten – und sie hat mit euronews über die Katar-Krise gesprochen.

Vladimir Ivanov
euronews:
Explodiert jetzt der Golf-Kooperationsrat? Oder kann gekittet werden? Welche Reaktionen sind zu erwarten?

Noura al Kaabi
Ministerin der Vereinigten Arabischen Emirate:
Die großen Reaktionen oder die Eskalation – wie sie auch genannt wird – hat sich in den vergangenen 20 Jahren aufgestaut. Es hat eine Menge Themen gegeben, die in vielen Treffen besprochen wurden, was die Position und die Politik der katarischen Regierung betrifft.

2014 hat Katar schriftlich eine Verpflichtung abgegeben – damals gegenüber König Abdullah von Saudi Arabien. Diese Verpflichtungen haben Bedingungen enthalten, die nicht eingehalten wurden, Versprechen, die nicht eingehalten wurden.

euronews:
Wie zum Beispiel?

Noura al Kaabi:
Wie das Ende der Einmischung in die Angelegenheiten der Staaten der Region. Das ist eine Bedingung. Und das Finanzieren von terroristischen Organisationen. Katar bietet Extremisten und Muslimbrüdern Schutz und beherbergt ihre Medien wie Al Jazeera, das Sprachrohr der Radikalen, Leute wie Karadawi, er ist der geistige Vordenker der Muslimbruderschaft. Es klebt mehr Blut an seinen Händen als an denen eines Selbstmordattentäters. Das untergräbt die Stabilität und die Sicherheit in der Region.

euronews:
Wollen Abu Dhabi und Riad eine Art islamische Militärallianz aufbauen?

Noura al Kaabi:
Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi Arabien, Ägypten, Bahrain, wir haben eine gemeinsame Vision. Diese Vision soll sicherstellen, dass die Politik die Stabilität und den Reichtum dieser Region garantiert werden. Das ist unser gemeinsames Ziel. Uns kann es nicht wirtschaftlich und sozial gut gehen, wenn um uns herum so etwas vor sich geht. Nach dem Gipfeltreffen von Riad war man sich einig darüber, welches Land den Terrorismus unterstützt. Und das ist der IRan. Die Regierung von Katar hat sich geweigert, das anzuerkennen. Das ist für uns ein Hauptthema, dass sie ablehnen anzuerkennen, dass der Iran eine Quelle des Terrors in der Region ist.

Ob es weitere Schritte geben wird, hängt von der Regierung von Katar ab. Sie haben die Wahl, entweder sie halten sich an die Bedingungen des Gipfels von Riad und an die Einigung von 2014 und sichern zu, dass Taten folgen. Und die Regierung von Katar muss unser Vertrauen zurückgewinnen.

euronews:
Sonst?

Noura al Kaabi:
Sonst entscheidet sich Katar, isoliert zu bleiben. Ich glaube, mit den jüngsten Schritten der Isolation und der Wirtschaftssanktioen wollen wir die Regierung von Katar warnen. Wir sagen, dass wir 20 Jahre lang gewartet haben – und seit 2014 ist Katar am Zug.

Arbeiten sie daran, die Stabilität und die Wirtschaft zu verbessern und das Vertrauen der Nachbarländer zurückzugewinnen? Ist das etwas, dass sie als langfristiges Ziel erreichen wollen? Ist das ihr Ziel, wenn man die jüngsten Schritte betrachtet, als die Sicherheit der Region und im Land untergraben wurde. Und was passiert, wenn die Sanktionen verschärft werden. Ich denke, die Konsequenzen, die wir nicht wollen, wären besonders, dass die Menschen in Katar darunter leiden.

Hier können Sie das Video im englischen Original anschauen.

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