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May: Trotz Wahlschlappe Regierungsbildung


Großbritannien

May: Trotz Wahlschlappe Regierungsbildung

Eine Ohrfeige für Theresa May: Nach ihrer Wahlschlappe bei der vorgezogenen Unterhauswahl versucht die britische Premierministerin nun, eine Minderheitsregierung zu bilden. Statt wie erhofft Rückhalt für die Brexit-Verhandlungen zu bekommen, büßte May mit ihren Tories ihre absolute Mehrheit ein. Ungeachtet der Rücktrittsforderungen ihrer Rivalen holte sie sich im Buckingham-Palast den Auftrag zur Regierungbildung:

“Ich habe gerade Ihre Majestät, die Queen getroffen und werde nun eine Regierung bilden, eine Regierung, die Gewissheit schaffen kann und Großbritannien in dieser für unser Land entscheidenden Zeit voranbringen kann. Die Regierung wird das Land durch die Brexit-Verhandlungen führen, die in nur zehn Tagen beginnen, und den Willen des britischen Volkes umsetzen, indem sie das Vereinigte Königreich aus der EU herausführt.

Das Land braucht mehr denn je Gewissheit. Da sie die meisten Stimmen bei dieser Wahl erhielten, ist klar, dass nur die konservative und die Unionisten-Partei die Legitimität und die Fähigkeit haben, diese Gewissheit zu gewährleisten, weil sie die Mehrheit im Unterhaus bilden.”

May verhandelt nun mit den Unionisten, der DUP aus Nordirland. Diese errang zehn Sitze und will die Tories unterstützen, aber voraussichtlich nicht koalieren. Die Konservativen gewannen nach Auszählung von 649 der 650 Wahlkreise 318 Sitze, 326 wären für die absolute Mehrheit nötig gewesen. Labour legte mit 261 Sitzen deutlich zu, die Schottische Nationalpartei als drittstärkste Kraft verlor über zwanzig und kam auf 35 Mandate.
Die Auszählung im letzten verbleibenden Wahlkreis, London-Kensington, musste tagsüber ausgesetzt werden, da auch die Nachzählung ein zu knappes Ergebnis zwischen Labour- und Tori-Kandidaten erbrachte und das Team für die nächste Auszählung erst einmal etwas Schlaf brauchte.

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Theresa May bildet neue Regierung