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Londoner Terror: Scotland Yard gibt Zwischenbericht


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Londoner Terror: Scotland Yard gibt Zwischenbericht

Der jüngste Terroranschlag in London sollte anscheinend mit einem 7,5 Tonner statt mit einem Lieferwagen verübt werden. Bei der versuchten
Online-Anmietung seien die Attentäter aber an der Zahlungsabwicklung gescheitert. Nach der missglückten Internetbuchung am Morgen des 3. Juni mieteten
die drei Attentäter dann den kleineren Transporter an – diesmal per Handy. Sie fuhren dann mehrmals über die London Bridge, dann raste der Transporter
auf den Gehweg und verletzte drei tödlich. Anschließend rannten die mit 30 Zentimeter langen Keramikmessern bewaffneten Männer zum Borough Market und erstachen dort nach dem Zufallsprinzip fünf Menschen. Wenige Minuten später wurden die drei von Polizisten erschossen.

Im Laderaum des Lieferwagens wurden 13 Molotow-Cocktails gefunden, dazu sandsäcke, die den Wagen schwerer machen sollten. Rätsel geben den Ermittlern drei pinke Keramikmesser samt ihren mit Klebeband umwickelten Griffen auf, die bei der Attacke eingesetzt wurden. Der Chef der Anti-Terror-Abteilung von
Scotland Yard, Dean Haydon, richtete einen öffentlichen Appell an mögliche Zeugen: «Wir arbeiten rund um die Uhr um zu verstehen, was diese Männer vor dem Anschlag getan haben, aber wir müssen mehr über diese ungewöhnlichen Messer erfahren.» Wo die Waffen herkommen und wo sie verkauft wurden, könne zu einer heißen Spur führen.


Im Nachgang des Anschlags wurden laut Scotland Yard bislang 262 Menschen aus 19 Ländern vernommen. Es habe 20 Festnahmen gegeben, sieben Verdächtige
seien immer noch in Gewahrsam. Zwölf Gebäude in den Stadtteilen Barking und Ilford seien bislang durchsucht worden. An einer der Wohnungen fanden die Ermittler nach eigenen Angaben einen aufgeschlagenen Koran – auf der offenen Seite ging es demnach um den «Märtyrertod».


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