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Franzosen wählen neues Parlament


Frankreich

Franzosen wählen neues Parlament

Emmanuel Macron hat bei der Parlamentswahl in Frankreich seine Stimme abgegeben. Der Staatspräsident ging mit seiner Frau Brigitte in ein Wahllokal im Badeort Le Touquet am Ärmelkanal.

Die Rechtspopulistin Marine Le Pen gab ihre Stimme im nordfranzösischen Hénin-Beaumont ab. Der Ort ist eine Hochburg ihrer Partei Front National und liegt in ihrem Wahlkreis.

François Baroin von der Partei “Les Républicains” ging in der Stadt Troye zur ersten Runde der Parlamentswahl. Diese begann schleppend. Laut Innenministerium gaben im ersten Wahlgang bis zum Sonntagmittag 19,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung bis zum Mittag bei 21 Prozent gelegen. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr. In den Überseegebieten und unter Auslandsfranzosen wurde schon abgestimmt.

Laut den letzten Umfragen würde die Partei “La République En Marche” des gerade erst gewählten Staatspräsidenten Emmanuel Macron – samt der verbündeten MoDem – deutlich gewinnen, wenn nicht sogar überragend.

Diese Partei gibt es erst seit letztem Jahr, in der Nationalversammlung wird sie völlig neu sein. Die Umfragen billigen ihr um die dreißig Prozent der Stimmen zu, was wegen des Wahlrechts aber sogar für eine deutliche Mehrheit der Abgeordnetensitze reichen würde.

Rund vierhundert Sitze wären für die Macron-Partei demnach möglich, von insgesamt 577 Sitzen – das wäre also sogar noch etwas mehr als eine Zweidrittelmehrheit.

Dagegen würden die konservativen “Républicains” viele Sitze verlieren. Gut zwanzig Prozent der Stimmen würden ihnen um die hundert Sitze oder etwas darüber bescheren.

Weitaus schlimmer träfe es aber die bisher regierenden Sozialisten: Sie lägen unter zehn Prozent, von ihrer Fraktion mit über dreihundert Mitgliedern bliebe den Umfragen zufolge nur noch ein winziges Häuflein von vielleicht zwanzig oder dreißig Abgeordneten.

Der euro- und fremdenfeindliche Front National wäre zwar mit 17 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft, würde aber nur etwa zehn bis 15 Abgeordnete stellen. In Frankreich gilt das Mehrheitswahlrecht: Ins Parlament kommt also nur, wer in der ersten Runde die absolute Mehrheit in seinem Wahlkreis gewinnt. Bei der zweiten Runde in einer Woche reicht die einfache Mehrheit aus.

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