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US-Justizminister zur Russland-Affäre: "Ich lese das nicht einmal"


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US-Justizminister zur Russland-Affäre: "Ich lese das nicht einmal"

US-Justizminister Jeff Sessions hat vor dem Geheimdienstausschuss des Senats ausgesagt, dem selben Gremium, das vor wenigen Tagen Ex-FBI-Chef James Comey angehört hat. Auch diesmal ging es um die Russland-Kontakte des Teams von US-Präsident Donald Trump während des Wahlkampfes und eine mögliche russische Beeinflussung der Präsidentschaftswahl.

Sessions wies weiterhin sämtliche Anschuldigungen von sich. Niemals habe er mit Russen über eine Beeinflussund des Wahlkampfes oder der Wahl gesprochen. Über die ganze Affäre wisse er nur, was öffentlich bekannt sei. Und eigentlich lese er die Zeitungsartikel dazu auch gar nicht.

Sessions hatte sich vor Trumps Amtsantritt zweimal mit dem russischen Botschafter getroffen. Ob es ein drittes Gespräch gegeben hatte, daran konnte sich der Justizminister vor dem Ausschuss nicht mehr erinnern. Die ersten beiden Treffen hatte Sessions erst mit Verspätung eingeräumt. Nach deren Bekanntwerden hatte er sich von den Ermittlungen in der Russland-Affäre zurückgezogen – offiziell aus formalen Gründen.

Sessions bestätigte außerdem, dass US-Präsident Trump mit FBI-Chef James Comey ein Vier-Augen-Gespräch führen wollte und dafür alle anderen Anwesenden aus dem Zimmer gebeten habe, unter ihnen auch den Justizminister. Comey hatte sich in dem vertraulichen Gespräch von Trump bedrängt gefühlt und Sessions danach gebeten, nicht mehr mit dem Präsident alleine sein zu müssen. Trump hatte Comeys Aussage zufolge unter anderem darum gebeten, die Ermittlungen in der Russland-Affäre gegen den ehemaligen Sicherheitsberater des Präsidenten, Michael Flynn, fallenzulassen. Ein grundlegendes Problem sah Sessions in Vier-Augen-Gesprächen zwischen dem Präsidenten und einem FBI-Chef nicht, sagte aber, sie müssten regelbasiert und sehr sorgfältig geführt werden.

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