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Eltern verurteilt: Baby war wegen komplett veganer Ernährung gestorben


Belgien

Eltern verurteilt: Baby war wegen komplett veganer Ernährung gestorben

Ein belgisches Gericht hat einen Vater und eine Mutter am Tod ihres Babys für schuldig befunden. Der 7-Monate alte Junge war an Dehydrierung und Mangelernährung gestorben, weil die Eltern – die beide Veganer sind – die Ernährung des Babys nach selbst diagnostizierter Gluten- und Laktoseintoleranz auf Milchalternativen mit Reis, Quinoa und Buchweizen umgestellt hatten.

Das Gericht verurteilte beide Eltern jetzt zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte 18 Monate Gefängnis gefordert, weil sie den Jungen unterernährt- und bewusst keinen Arzt aufgesucht hatten. Sie hätten ihre persönlichen Überzeugungen über das Wohl des Kindes gestellt.

Die Verteidigerin Karine Van Meirvenne hatte dagegen einen Freispruch gefordert:
“Natürlich bereuen sie es: Wenn ihr Kind stirbt, ist das eine Strafe fürs Leben, das heißt sie sind schon bestraft mit Tod ihres eigenen Kindes.”

Viel zu spät hatten die Eltern einen Arzt aufgesucht, der das Kind umgehend in ein Krankenhaus einwies. Doch da war es bereits zu spät: Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Der Junge wog nur halb so viel wie andere Kinder seines Alters.

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