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USA wollen 12 Bodyguards aus der Türkei vor Gericht stellen

Amerikanische Ermittler haben zwölf türkische Personenschützer angeklagt. Die Männer sowie eine Frau waren im Mai als Leibwächter von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Washington und griffen laut Polizei ohne jeden Grund Demonstranten an.

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Amerikanische Ermittler haben zwölf türkische Personenschützer angeklagt.

Die Männer sowie eine Frau waren im Mai als Leibwächter von Präsident Recep Tayyip Erdogan in Washington.

Laut Polizei griffen sie ohne jeden Grund Demonstranten an, die in einiger Entfernung gegen Erdogan protestierten. Neun Erdogan-Gegner wurden dabei verletzt.

Das Recht auf friedlichen Protest sei in den USA ein geheiligtes Recht, sagt der Washingtoner Polizeichef Peter Newsham. Nach diesem Ereignis habe man gesagt, man werde alles tun, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Jetzt hoffe man, dass diese Verantwortlichen sich auch stellen würden.

Die türkische Regierung verurteilt die Anklagen. Aus ihrer Sicht waren es die Demonstranten, die provoziert haben. Die Polizei in Washington widerspricht dieser Darstellung aber.

Habhaft werden kann sie der angeklagten Türken allerdings nicht, so lange sie nicht wieder in die USA reisen.

Gesucht werden mit Haftbefehl auch zwei Kanadier, die an den Angriffen auf die Demonstranten beteiligt gewesen sein sollen. Bereits festgenommen und angeklagt wurden deswegen vier Männer in den USA.