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Angehörige bangen um Vermisste: "Die Ungewissheit ist das Schlimmste"


Großbritannien

Angehörige bangen um Vermisste: "Die Ungewissheit ist das Schlimmste"

In der Nähe der ausgebrannten Hochhaus-Ruine in London ist eine provisorische Gedenkstätte für die Opfer entstanden. Trauernachrichten und Gebete, aber auch Suchanzeigen sind dort angepinnt. Susan Shukar etwa vermisst ihre Schwester, deren Mann und dessen Tochter. Viele Menschen sind seit der Brandnacht im Grenfell Tower verschollen. Die Behörden rechnen mit zahlreichen weiteren Todesopfern.

Susan Shukar versucht trotzdem, die Fassung zu bewahren:“Die Ungewissheit ist das Schlimmste. Aber ich hoffe. Und ich bete.”

Niemand weiß, wie viele Menschen in dem 24-stöckigen Sozialbau waren, als das Inferno in der Nacht zum Mittwoch ausbrach. Schätzungen zufolge sollen dort zwischen 400 und 600 Menschen gelebt haben.

Die Behörden befürchten, dass viele Opfer gerade in den oberen Stockwerken bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Vom Hochhaus ist nur ein verkohltes Stahlgerippe übrig geblieben. Auch am Freitag war die Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Der britische Kommunalminister Sajid Javid kündigte Hilfsmaßnahmen an:“Ich denke, es ist sehr wichtig, dass die Opfer, ihre Familien, ihre Freunde, dass alle ordentlichen rechtlichen Beistand bekommen. Und dass ihnen geholfen wird. Aber es ist auch sehr wichtig, dass alles sehr schnell aufgeklärt wird.”

Der durch seine hochpreisigen Immobilien bekannte Stadtteil Kensington erlebt seit Mittwoch eine Welle der Solidarität. Im örtlichen Gemeindecenter stapeln sich Spenden für die über Nacht obdachlos gewordenen Bewohner des Towers. Zahlreiche freiwillige Helfer kümmern sich um die Verteilung.


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