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Es war bereits die vierte Audienz der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Papst Franziskus. Merkel bedankte sich beim Papst für die Einladung, bevor sich beide zu einem 40-minütigem Gespräch zurückziehen. Dabei ging es vor allem um Themen auf dem anstehenden G20-Gipfels in Hamburg. In vielen Fragen sind sich Papst Franziskus und Angela Merkel einig. Besonders freuen dürfte den Papst, dass Merkel den Kampf gegen die Armut in Afrika zum G20-Schwerpunkt erklärt hat, ein Thema, das ihm persönlich am Herzen liegt.

Merkel erklärte nach dem Gespräch, dass sie sich für “eine Welt, in der wir keine Mauern aufbauen wollen, sondern Mauern einreißen wollen”, einsetze und fügte hinzu: “Und in der alle gewinnen sollen an Wohlstand, an Reichtum, an Ehre und Würde des Menschen.” Das sei auch die Grundlage für die Gespräche über die Weltwirtschaft und die Herausforderungen des Terrorismus in Hamburg.

Am Ende findet der traditionelle Geschenkeaustausch statt. Dabei bringt Merkel dem Papst aus Argentinien von ihrer Reise nach Buenos Aires Leckereien aus der Heimat mit. Drei große Gläser “Dulce de Leche”, das ist karamelisierte Kondensmilch und auf der Beliebtheitsskala mit “Nutella” vergleichbar, und “Alfajores”, Doppeldeckerkekse im Schokoladenmantel, eine wahre Gaumenfreude für den Pontifex.

Franziskus übergibt Merkel neben einem Olivenzweig “für die Arbeit, die Sie für den Frieden tun” drei in rot gebundene Ausgaben päpstlicher Lehrschreiben: deutsche Ausgaben seiner Enzykliken, die sich mit Familie, Umwelt- und Klimaschutz beschäftigen.

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