Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Nach Brandkatastrophe: Solidarität unter Londonern


Großbritannien

Nach Brandkatastrophe: Solidarität unter Londonern

Der Grenfell Tower steht: Eine Erinnerung an die Tragödie vom vergangenen Mittwoch, die mindestens 58 Menschen mit dem Leben bezahlten und die die Londoner Gemeinde tief erschüttert hat.

In dem 24-stöckigen Sozialbau war vergangene Woche ein Feuer ausgebrochen, das das Gebäude völlig zerstört hatte. In dem Haus lebten zwischen 400 und 600 Menschen.
Inzwischen wird intensiv nach der Brandursache geforscht, möglicherweise war die bei der Komplettesanierung verbaute, brennbare Gebäudeverkleidung in Großbritannien verboten.
Ob es gesetzliche Verstöße bei der Sanierung gegeben hat, wird nun untersucht.

Nach Auffassung des Londoner Bürgermeister Shafiq Khan sei der Brand vermeidbar gewesen, hätten die Konservativen nicht jahrelang den sozialen Wohnungsbau vernachlässigt, sagte er gegenüber dem Guardian.

Während Menschen um ihre Angehörigen trauern, hagelt es zunehmend Kritik am Krisenmanagement von Behörden und Regierung. Mangelnde Kommunikation und eine chaotische Organisation hätten die Rettungsarbeiten erschwert.

Der Bischof von Kensington kommentierte:
“Die Koordination gut hinzubekommen war ein richtiger Kampf zwischen dem Stadtrat, der Regierung und der Gemeinde hier. Wir müssen abwarten, ob den Worten jetzt auch Taten folgen. Taten sind natürlich besser, aber wir werden abwarten.”

Auf die Frage, ob er an Taten glaube, zeigt sich der Bischof von Kensington vorsichtig optimistisch.

Die Solidarität unter den Londonern ist groß: Zahlreiche Menschen haben die Bewohner des Grenfell Towers auf vielfältige Weise unterstützt.

Die Labour Party hatte sogar dazu aufgerufen, den durch die Brandkatastrophe obdachlos gewordenen Menschen leer stehende Häuser und Wohnungen des Viertels zur Verfügung zu stellen.


Am Montag um 11.00 Uhr Ortszeit werden die Briten der Opfer des Unglücks gedenken. Dabei soll in allen öffentlichen Gebäuden Stille herrschen.

Portugal

Portugal: Situation im Waldbrandgebiet immer noch schwierig