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Feuer in Portugal: Dutzende Tote, überforderte Feuerwehr


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Feuer in Portugal: Dutzende Tote, überforderte Feuerwehr

Einer der schlimmsten Waldbrände in Portugals Geschichte hat mehr als 60 Menschenleben gefordert. Während am Sonntagabend, einen Tag nach Ausbruch des Feuers, 700 Feuerwehrleute in der Region nordöstlich von Lissabon immer noch gegen die Flammen kämpften, halfen unzählige Freiwillige den Opfern.

Einige Dörfer waren von den Flammen regelrecht eingekesselt, wie ein Bürgermeister aus der Region berichtete. Samstagabend war das Feuer ausgebrochen, einen Tag später waren nach Angaben des Innenministeriums nur zwei der vier Feuerfronten unter Kontrolle. Wegen des starken Rauches sei es zunächst unmöglich gewesen, Löschflugzeuge einzusetzen.

Viele Tote hatte es auf der Straße gegeben. Sie waren vor dem Feuer mit dem Auto geflüchtet, als sie von den Flammen eingeschlossen wurden. Wohl ein Blitzschlag hatte das Feuer ausgelöst, sagt zumindest die Polizei. Zuvor hatte ein Bürgermeister Brandstiftung vermutet. Augenzeugen erheben Vorwürfe gegen die Feuerwehr, die überfordert war und deshalb an einigen Orten zu spät reagiert haben soll.

Jetzt erhält die Region auch Unterstützung aus dem Ausland. Die EU hat Hilfe zugesagt, Frankreich und Spanien haben Löschflugzeuge geschickt. Auch Deutschland hat Unterstützung angeboten.