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Der Ex-Häftling Nordkoreas, Otto Warmbier, ist tot

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Der Ex-Häftling Nordkoreas, Otto Warmbier, ist tot

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Der US-Amerikaner Otto Warmbier, der vor wenigen Tagen aus nordkoreanischer Haft entlassen wurde, ist tot. Das teilte seine Familie mit.

Warmbier, ein 22-jähriger Student, war nach 17 Monaten nordkoreanischer Gefangenschaft in die USA gebracht worden, seit 15 Monaten liegt er der nordkoreanischen Regierung zufolge im Koma. In einer Stellungnahme machten die Eltern das nordkoreanische Regime für den Tod ihres Sohnes verantwortlich. Wörtlich schrieben sie von „qualvollen Misshandlungen“. US-Ärzte stellten schwere Schädigungen von Otto Warmbiers Gehirn fest, Anzeichen für Gewalteinwirkung fanden sie jedoch zunächst nicht.

Die Stellungnahme der Familie


US-Präsident Donald Trump zeigte sich betroffen. Bei einer Pressekonferenz nutzte er die Gelegenheit, Nordkorea zu drohen. Trump sprach von einem brutalen Regime, mit dem man schon fertig werde.

Nordkorea hatte die Schuld an Warmbiers Gesundheitszustand von sich gewiesen. Er habe sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen, danach eine Schlaftablette genommen und sei nicht mehr aufgewacht, heißt es. Die Herausgabe Warmbiers an die USA sei aus „humanitären Gründen“ erfolgt.

Der 22-jährige Student Warmbier war 17 Monate lang im nordkoreanischen Gefängnis. Er war wegen Diebstahls eines Propagandaplakates zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte, hatten US-Diplomaten auf seine Freilassung gedrungen. Schließlich war er am Dienstag im Koma in die USA transportiert worden.