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Politischer Neustart: Nationalversammlung in Zahlen


Frankreich

Politischer Neustart: Nationalversammlung in Zahlen

Deutlich jünger und wesentlich weiblicher präsentiert sich die französische Nationalversammlung nach der Parlamentswahl. Der politische Neustart mit Präsident Emmanuel Macron und seiner absoluten Parlamentsmehrheit hat vor allem personelle Konsequenzen.

- Nur 142 der 577 frisch gewählten Abgeordneten behalten ihren Sitz. Dadurch sinkt das Durchschnittsalter von 54 Jahren im Jahr 2012 auf jetzt 48 Jahre und acht Monate. Die jüngsten Abgeordneten stellt die Linksaußenpartei “La France Insoumise” mit einem Altersschnitt von 43 Jahren und vier Monaten, gefolgt von der Macron-Partei mit 43 Jahren und fünf Monaten sowie dem rechtsextremen Front National.

- Die Anzahl der weiblichen Abgeordneten steigt von 155 auf 223 – das sind mehr Frauen als je zuvor. Vorreiter sind Macrons Partei “La République en Marche” mit 47 Prozent Frauenanteil und die verbündete Zentrumspartei MoDem mit 46%. Die radikale Linke um Jean-Luc Mélenchon stellt zu 41 Prozent weibliche Abgeordnete.

- Auch mehr Manager sind unter den Abgeordneten vertreten – 180 statt vorher 134. Der Anteil der Selbständigen stieg um rund ein Drittel auf 103. Und statt 47 sind nun 61 Lehrkräfte vertreten. Große Zuwächse gab es auch bei den Angestellten und Landwirten. Dem Verjüngungstrend folgend reduzierte sich die Zahl der Rentner und Pensionäre deutlich von 106 auf 41. Unter ferner liefen rangieren Studenten und Arbeiter mit je einem Mandat.

Jünger, weiblicher und vermeintlich unverbrauchter steht die Nationalversammlung also insgesamt dar. Trotzdem ist die gesammelte Opposition mit mehr als 200 Abgeordneten deutlich stärker, als es zwischenzeitlich erwartet worden war.

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