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Hafen Thessaloniki privatisiert

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Hafen Thessaloniki privatisiert

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Das schuldengeplagte Griechenland kommt bei seinen Privatisierungen voran. Ein Konsortium um Deutsche Invest Equity Partners (DIEP) habe mit 231,9 Millionen Euro das höchste Gebot unterbreitet und den Zuschlag für den 67-Prozent-Anteil erhalten, so der staatliche Hellenic Republic Asset Development Fund (HRADF). Neben der deutschen Beteiligungsgesellschaft sind die französische Terminal Link SAS und die in Zypern ansässige Belterra Investments mit im Boot, DIEP kontrolliert 47 Prozent des Konsortiums, Terminal Link hat 33 Prozent und Belterra die restlichen 20 Prozent.

Der Verkauf von 67 Prozent des Hafens war 2014 angeschoben worden, verzögerte sich aber immer wieder. Er ist Teil des Privatisierungsprogramms, das Griechenland mit seinen internationalen Geldgebern vereinbart hat. Der Käufer kann den Hafen 40 Jahre betreiben und muss bis zum Jahr 2021 die Summe von 180 Millionen Euro investieren.


Der Hafen von Thessaloniki ist der wichtigste Schiffsumschlagsplatz für den gesamten Balkan, bietet Fährverbindungen in die Ägäis und dient der internationalen Kreuzschifffahrt. Im Jahr 2015 wurden dort 20 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, davon 16 Millionen Tonnen im Schiffsumschlag. Der Containerhafen von Thessaloniki ist der zweitgrößte Griechenlands, nach Piraeus.


Athen hat sich verpflichtet, die Privatisierungen zu beschleunigen. Unter anderem 14 Flughäfen sind schon verpachtet worden. Bis 2018 soll das Land sechs Milliarden Euro aus Verkäufen von öffentlichen Einrichtungen erwirtschaften.


su mit Reuters