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Löschflugzeug in Portugal abgestürzt

Erst gut zwei Drittel der Brandherde sind nach Angaben des portugiesischen Notfalldienstes unter Kontrolle.

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Löschflugzeug in Portugal abgestürzt

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Bei der Bekämpfung von Waldbränden ist in Zentral-Portugal ein Löschflugzeug abgestürzt. Das berichteten portugiesische Medien, ohne Angaben über Opfer zu machen. Die Absturzstelle soll im Kreis Pedrógão Grande liegen, wo die Feuer besonders intensiv wüteten. Ein Helikopter soll auf dem Weg zur Absturzstelle sein. Die portugiesischen TV-Sender SIC and TVI berichteten, es habe sich um ein Canadair-Flugzeug gehandelt.  

In Zentral-Portugal kämpfen zahlreiche Feuerwehrleute weiterhin gegen Flammenmeere. Der nationale Notfalldienst erklärte, rund 70 Prozent der Waldbrände seien unter Kontrolle. Es liege noch “viel Arbeit vor den Einsatzkräften”.

Die Brände waren am vergangenen Samstag im bergigen und waldreichen Kreis Pedrógão Grande 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon ausgebrochen. Wegen starker Winde breiteten sich die Flammen rasch aus.

Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 64 Menschen durch die Brände ums Leben, 157 wurden verletzt, darunter mehr als ein Dutzend Feuerwehrleute. Einige von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer konnten immer noch nicht erreicht werden, weshalb mit weiteren Opfern gerechnet wurde. Hunderte Nutztiere starben, Dutzende Gebäude wurden zerstört.

Im Einsatz sind über 1700 Feuerwehrleute mit 760 Fahrzeugen. Die Arbeiten am Boden werden durch 19 Löschflugzeuge und Hubschrauber unterstützt. Spanien und Frankreich hatten mehrere Spezialflugzeuge in die Region entsandt. Erschwert werden die Einsätze durch eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 43 Grad.