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Stillstand in Italien - die Erdbebenopfer warten


Italien

Stillstand in Italien - die Erdbebenopfer warten

Vor rund einem Jahr bebte die Erde im Herzen Italiens zum ersten Mal, am 24 August. Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran, es sind noch fast 2,5 Millionen Tonnen Schutt in Pieve Torina abzuräumen, fast 8.500 Menschen leben noch in Provisorien, nur 300 von über 3.500 Häusern sind wieder bewohnbar. Die Menschen warten noch immer auf ihr “Cassette”, italienisch für Häuschen. Hier sind damit kleine Holzhäuschen gemeint.


Daniele ist hier geboren, auch er hat sein Haus verloren und lebt mit seiner Familie in einem Container. Nachdem das zweite Beben seine Bäckerei zerstörte, haben alle Anstrengungen nur ein Ziel – die Wiedereröffnung. “Das ganze Dorf ist komplett verlassen. Es dauerte nur zwei, drei Tage, und alle waren weg. Wirklich alle. Es dauerte einfach zu lange, bis Antworten kamen…”

Das gleiche Bild in Visso. Alles ist kompliziert und langsam, deshalb geht nichts vorwärts. Und das, obwohl die Regierung eine schnelle Rückkehr zur Normalität versprochen hatte. Pamela wohnt jetzt in einem Apartment, nachdem sie zwischendurch in einem Hotel und auf dem Campingplatz gelebt hatte. Jetzt hilft sie, die Gemeinde wieder zum Leben zu erwecken. Sie sagt: “Meine größte Sorge ist, daß es in 15 Jahren hier immer noch so aussieht. Vielleicht ist es dann eine Baustelle, oder doch Ruinen, nur Schutt… aber was Visso mal war, das ist vorbei.”