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Ein vermummter, in die „Bank of Japan“ stürmender Mann. Eine Bombe am Flughafen von Tokio. Überall schwer bewaffnete Polizisten und Menschen, die sich auf den Boden drücken. Wer am Mittwoch in der japanischen Hauptstadt unterwegs war, dem konnte es ganz schön unheimlich zumute werden.

In Tokio herrschte allerdings kein Terroralarm. Das Ganze war nur eine Übung für den Ernstfall, die vermeintlichen Attentäter Schauspieler. Vor den Olympischen Spielen 2020 will die japanische Regierung auf alles vorbereitet sein. Die Menschen sollen lernen, wie sie sich bei einem Terrorangriff verhalten sollen. Vor einigen Tagen hatte das japanische Parlament bereits ein umstrittenes Anti-Terror-Gesetz verabschiedet. Ministerpräsident Shinzō Abe hält es für notwendig, um das Land während Olympia vor möglichen Terrorangriffen zu schützen.

Das Gesetz gibt unter anderem Ermittlern weitreichende Eingriffsrechte bei der Telekommunikationsüberwachung. Die Opposition sieht das kritisch. Auch Rechtsexperten und Bürgerrechtler sind alarmiert. Sie warnen vor einem Überwachungsstaat. In den vergangenen Monaten gingen gegen den Gesetzentwurf zahlreiche Japaner auf die Straße.

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