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Erdrutsch in China: Kaum Hoffnung auf Überlebende

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Erdrutsch in China: Kaum Hoffnung auf Überlebende

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Einen Tag nach dem Erdrutsch in Zentralchina haben die Behörden kaum noch Hoffnung darauf, Überlebende zu finden. 93 Dorfbewohner werden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua vermisst. Der Tod von zehn Menschen wurde bestätigt. Über die Zahl der Opfer gab es jedoch zuvor unterschiedliche Angaben. Das Bergdorf Mao in der Provinz Sichuan wurde am Samstagmorgen vergeschüttet, als ein Hang wegen heftiger Regenfälle mehr als 1000 Meter abrutschte. Mehr als 3000 Helfer sind laut Xinhua im Einsatz.

Wang Minghui, Vizegouverneur von Sichuan:“Die Geologen, die an den Rettungsarbeiten teilgenommen haben, gehen davon aus, dass die Überlebenschancen nach einem so gewaltigen Erdrutsch gering sind, vor allem, weil die Stelle so schmal ist, dass großflächige Suchoperationen schwierig sind. Um weitere Erdrutsche zu vermeiden, können die Rettungskräfte nicht zu tief graben. Doch trotz dieser ungünstigen Bedingungen werden wir keine Mühen scheuen. Die Rettung von Menschenleben hat für uns oberste Priorität.”

Auch weiter im Südwesten des Landes sorgen heftige Regenfälle seit Wochen für Probleme. Xinhua berichtet unter Berufung auf lokale Behörden von mindestens 17 Toten und zehn Vermissten aus den Provinzen Hunan Jiangxi und Guizhou. Die Behörden wurden angewiesen, Vorsichtsmaßnahmen gegen Überflutungen und Erdrutsche zu ergreifen. Die Gegend gilt generell als geologisches Problemgebiet.