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G20 ohne Prügel-Leibwächter


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G20 ohne Prügel-Leibwächter

Mitte Mai gingen die Sicherheitskräfte des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington brutal gegen Demonstranten vor.
Gegen einige Leibwächter erließen die US-Behörden Haftbefehle.
Ihnen soll die Teilnahme in Hamburg verboten werden. Das machte das Auswärtige Amt nun der Türkei deutlich, berichtete die “Welt am Sonntag”. Der G20-Gipfel solle friedlich verlaufen.

Mehrere Staaten beantragten darüber hinaus eine Waffenerlaubnis für ihr Sicherheitspersonal – durchaus üblich bei internationalen Gipfeltreffen. Doch diesmal will die Bundesregierung dazu vorher die Erlaubnis erteilen.
“Auf unseren Straßen hat nur die Hamburger Polizei das Sagen”, heißt es zur Erklärung im Innenministerium. An die 20.000 Polizisten werden Anfang Juli im Einsatz sein. Knapp zwei Wochen vor dem G20-Treffen wird die Hansestadt zur Festung.

Verfassungsschützer warnen ebenfalls vor Auseinandersetzungen zwischen radikalen Gruppierungen. Es wird mit bis zu 10.000 Linksextremisten aus dem In- und Ausland gerechnet.

Sicherheitsbehörden geben zu bedenken, dass Hamburg mit seinem Hafen nur schwer zu schützen ist. Nach dem G8-Gipfel in Genua 2001 mit einem Toten und Hunderten Verletzten galt eigentlich die Regel, nur noch abgelegene und gut zu sichernde Tagungsorte auszuwählen.