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Harry - der Prinz im Goldfischglas

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Harry - der Prinz im Goldfischglas

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Großbritanniens Prinz Harry hat vor einigen Jahren genug gehabt vom Leben eines Royals. Er habe “raus gewollt” aus der königlichen Familie und ein normales Leben führen wollen, sagte der 32-Jährige in einem Interview mit der britischen Journalistin Angela Levin, aus dem unter anderem die britische Zeitung Daily Mail zitierte. Geblieben sei er aus Loyalität zu Königin Elisabeth II., seiner Großmutter.

In seiner Zeit beim Militär fühlte er sich am wohlsten: “Ich war kein Prinz, ich war einfach Harry”. Als er 2007 aus Afghanistan abgezogen wurde, sei er am Boden zerstört gewesen. “Bei der Armee zu sein, war das beste Entkommen, das ich jemals hatte.”


Der Rebell der Royals stand zeit seines Lebens im Fokus der Öffentlichkeit. Er war erst 12 Jahre alt, als seine Mutter, Prinzessin Diana, bei einem Autounfall in Paris starb. Nach seiner Zeit bei der Armee “wollte er nicht erwachsen werden” und hatte Probleme damit, seine Rolle zu finden: Jahrelang produzierte er Schlagzeilen, sorgte mit Nacktfotos und wilden Partys für Aufregung. Unrühmlicher Höhepunkt 2005, als er in Naziuniform abgelichtet wurde. 2012 wurde er nackt beim Feiern in Las Vegas fotografiert. Und dennoch gilt er als Liebling des Volkes.

Mithilfe seines älteren Bruders William (35) habe er schließlich seine Rolle gefunden. Er nutze seine Position, um anderen Menschen zu helfen. Er wolle die Fehler beheben, die er gemacht habe. Harry erklärte: “Manchmal habe ich immer noch das Gefühl, in einem Goldfischglas zu leben, aber ich komme jetzt besser damit klar.”

Auch die US-Zeitschrift “Newsweek” brachte Auszüge aus dem Interview: “Gibt es jemanden in der Königsfamilie, der König oder Königin werden möchte? Ich denke nicht, aber wir werden unsere Pflicht zur richtigen Zeit erfüllen”, sagte der Rotschopf demnach. Prinz Harry ist die Nummer fünf in der britischen Thronfolge: Auf Platz ein steht sein Vater Prinz Charles (68), dahinter Prinz William (35) und seine beiden Kinder Prinz George (3) und Prinzessin Charlotte (2). Es ist das erste Mal, dass ein Angehöriger des Königshauses so offen über dieses Thema spricht.