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Der erste Weltraumspaziergänger: Alexei Leonow


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Der erste Weltraumspaziergänger: Alexei Leonow

In unserer Mini-Serie anlässlich des diesjährigen Sputnik-Jubiläums sprechen wir mit einem Pionier der Raumfahrt: Wir hatten Gelegenheit, den heute 83jährigen sowjetischen Kosmonauten Alexei Leonow zu treffen. Er spazierte 1965 als erster Mensch im Weltraum.

“Ich stieg aus, ich hielt inne – und ich erinnere mich nicht mehr, dass ich diese Worte gesagt habe, aber sie wurden aufgezeichnet, ich sagte ‘Die Erde ist also doch rund!’
Und dann diese Stille, ich konnte mein Herz schlagen hören, mein schweres Atmens – und nichts weiter.”

Leonow schwebte etwa 12 Minuten im All, verbunden mit dem Raumschiff durch eine über vier Meter lange Leine. Als er wieder einsteigen wollte, wäre der Ausflug beinahe tödlich für ihn ausgegangen. Sein Anzug war durch den Druckunterschied so aufgebläht, dass Leonow nicht mehr in die das Raumfahrzeug hineinkam.

“Und dann tritt ein Problem auf: Ich fühle, dass meine Finger nicht mehr das Ende meiner Handschuhe berühren, meine Füße hängen frei herum, und ich frage mich, wie komme ich zurück? Mir wurde klar, dass der einzige Weg ist, den Druck zu vermindern. Ohne etwas zu sagen, ließ ich einfach Druck ab, auf 0,27 bar. Mir war völlig bewusst, dass ich mich selbst in den Bereich begab, in der Stickstoff im Blut anfängt zu kochen.”



Danach schaffte er es, wieder einzusteigen. Auch bei der Landung gab es Probleme, das Raumschiff setzte weit vom Ziel entfernt auf, und Leonow und sein Kommandant mussten zwei Tage auf die Bergung warten.

“Mein tiefster Eindruck sind diese Worte: Das Universum ist unendlich in Zeit und Raum, der völlig schwarze Himmel, schwarz wie Kohle, Sterne, die nicht funkeln – und so viele Sterne. Und wie es im Film heißt: Und dann Stille.”


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