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Judo Grand Prix Hohhot: Gold für Österreich

Beim Finaltag des Judo Grand Prix im chinesischen Huhhot stand die Tirolerin Bernadette Graf ganz oben auf dem Siegerpodest.

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Judo Grand Prix Hohhot: Gold für Österreich

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Finaltag beim Judo Grand Prix im chinesischen Hohhot, Tag der höheren Gewichtsklassen.

Tirolerin Bernadette Graf ist Frau des Tages

Bei der Siegerehrung der Frauen in der Klasse bis 78 Kilogramm ertönte Österreichs Nationalhymne – dank Bernadette Graf aus Tirol. Sie besiegte im Finale Karen Stevenson aus den Niederlanden in nur gut einer Minute mit Ippon. Nach den European Open in Bukarest ist es bereits der zweite Saisonsieg für die Judoka.

Grafs Trainer Marko Spittka kommt aus Deutschland und sagte nach dem Kampf, er sei “sehr zufrieden mit ihrer Leistung”, sie habe im Finale “einen sensationellen Hüftwurf gezeigt.” Die Freude über den Triumph ist groß, aber Bernadette Graf hat schon das nächste Ziel fest im Blick: Die Judo-WM im August und September in Budapest.

“Wir werden mit dem Training in den Bergen von Österreich beginnen: Fahrrad fahren, laufen, schwimmen. Für die heiße Trainingsphase geht’s dann für zwei Wochen nach Japan in ein Trainingslager”, so Graf nach ihrem Sieg in Hohhot.

+100 kg: Lukáš Krpálek kämpft sich an die Spitze

In der Gewichtsklasse der Männer über 100 Kilogramm stand ein Tscheche ganz oben auf dem Siegerpodest. Lukáš Krpálek setzte sich erst mit einer Waza-ari-Wertung gegen Kim Sungmin aus Korea durch.

Im Halbfinale besiegte er dann Andrey Volkov, nachdem der Russe seinen Waza-ari-Vorsprung aus der Hand gegeben hatte. Krpálek konterte mit Waza-ari und erreichte schließlich dank einem Festhalter mit einer Ippon-Wertung den Finalkampf.

Und auch im Endduell musste Krpálek erst mal einen Rückstand aufholen. Sein Gegner Duurenbayar Ulziibayar aus der Mongolei ging erst mit Waza-ari in Führung. Doch wie auch schon im Halbfinale bewies Krpálek Kampfgeist und Ausdauer, zwang seinen Gegner erst mit der Wurftechnik Sumi gaeshi nieder und bekam schließlich für diesen Festhalter die Höchstwertung Ippon – und die Goldmedaille.

Nach dem Finale sagte Lukáš Krpálek: “Als Ulziibayar erst mit Waza-ari in Führung ging, war mir klar, dass ich jetzt alles geben musste, um zu gewinnen. Ich steckte meine ganze Kraft in diesen Sumi gaeshi und dann setzte ich noch den Haltegriff oben drauf. Ich bin so glücklich, dass ich den Kampf noch drehen konnte.”

Nach der Siegerehrung in der Klasse der Männer über 100 Kilogramm: Duurenbayar Ulziibayar (2.), Lukáš Krpálek (1.), Kim Sungmin (3.), Andrey Volkov (3.) (von links nach rechts)

Ippon des Tages

Den Ippon des Tages legte Kiriil Denisov aus Russland mit einem schönen Wurf im Kampf gegen Joakim Dvarby aus Schweden hin. Der holte Bronze und damit die erste Medaille überhaupt für die Skandinavier beim Hohhot Grand Prix.

Denisov legte zwar den Ippon des Tages hin, später im Finalkampf der Klasse bis 100 Kilogramm musste er sich dann aber dem amtierenden Weltmeister Haga Ryunosuke aus Japan geschlagen geben.

-90 kg: Gold für Russland

In der Gewichtsklasse unter 90 Kilogramm ging die Goldmedaille an Khusen Khalmurzaev aus Russland. Er setzte sich im Finale gegen keinen Geringeren als die Nummer eins der Welt durch. Der Serbe Aleksandar Kukolj musste sich Khalmurzaev nach einem spektakulären Uchi-mata-Wurf geschlagen geben.

+78 kg: Koreanerin holt Gold, Silber für Ukrainerin

Bei den Frauen in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm freute sich die Koreanerin Han Mi Jin über Gold. Sie legte im finalen Kampf Yelyzaveta Kalinina aus der Ukraine mit Waza-ari für Uchi mata auf die Matte.

Hier geht`s zu allen Ergebnissen von Tag drei des Judo Grand Prix in Hohhot.