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Französische Total engagiert sich in iranischem Gasfeld


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Französische Total engagiert sich in iranischem Gasfeld

Iran, das Land mit einer der größten Gasreserven der Welt, hat einen Deal mit dem französischen Ölunternehmen Total geschlossen. Mit 50,1Prozent beteiligt sich Total an der Ausbeutung des South Pars Gasfelds vor der iranischen Küste, weitere Teilhaber ist die chinesische CNPC sowie die iranische Gesellschaft Iran Petro-Pars, die eine Minderheitsbeteiligung haben.

Total ist damit das erste Ölunternehmen, das sich nach dem Ende der Sanktionen gegen den Iran im großen Stil engagiert. “Mit diesem Vertrag enden viele Vorbehalte ausländischer Firmen gegenüber Investments im Iran”, freute sich Irans Ölminister Bijan Zanganeh. “Künftig werden die Unternehmen in den Iran zurückkommen, die hier investieren wollen; nicht nur die Ölindustrie, sondern auch andere Wirtschaftszweige.”

Tatsächlich halten sich Unternehmen noch mit großen Investitionen im Iran zurück, Ausnahmen sind der Flugzeugbauer Boeing sowie dessen Konkurrent Airbus. Grund sind vor allem Vorbehalte von Banken, Geschäfte im Iran zu finanzieren. Zwar sind die internationalen Sanktionen seit 2016 Geschichte, die Banken fürchten jedoch weitere Sanktionen außerhakb des Atomabkommens, beispielsweise durch die USA.

Die Unterzeichnung des Deals passierte zeitgleich mit dem bisherigen Höhepunkt der politischen Krise um den Golfstaat Katar. Dieser besitzt ebenfalls Teile des South Pars Gasfeldes. Mehrere arabische Staaten werfen Katar vor, Terroristen zu finanzieren. Sie fordern unter anderem, das Land solle die vergleichsweise guten Verbindungen zum Iran aufgeben. Welche Auswirkungen nun das französische Engagement im Iran im Rahmen dieser Krise haben wird, ist bisher unklar.