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Grenzkontrollen: Italien bestellt österreichischen Botschafter ein

Italien bestellt österreichischen Botschafter ein

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Grenzkontrollen: Italien bestellt österreichischen Botschafter ein

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Nach der Ankündigung zeitnaher Grenzkontrollen am Brenner hat das italienische Außenministerium den österreichischen Botschafter in Rom einbestellt. Das teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Kurz zuvor hatte Wien angekündigt, dass für den Einsatz am österreichisch-italienischen Alpenpass in Österreich insgesamt 750 Soldaten verfügbar seien. Angesichts der Vielzahl von Migranten in Italien müsse man sich vorbereiten, sagte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Dienstag der “Kronen Zeitung”. Das Verteidigungsministerium habe bereits erstes schweres Gerät nach Tirol verlegen lassen. Vier Panzer sollen für das Absperren von Straßen im Grenzgebiet vorgesehen sein.

Mehr als 100 000 Migranten haben seit Jahresbeginn Europa auf dem Seeweg erreicht. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit. Der Großteil der Menschen kamen an italienischen Küsten an, insgesamt waren es 85.183 und damit mehr als im Vorjahreszeitraum (71.279).

Deutlich weniger Migranten waren es in Griechenland (9290), Zypern (273) und Spanien (6464) (Stand: 3. Juli). Vor dem EU-Innenministertreffen am Donnerstag und Freitag forderte IOM,
Italien in der Flüchtlingskrise zu unterstützen.

Auf der gefährlichen Flucht über das Mittelmeer kamen in diesem Jahr bereits 2247 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen (2150) starben auf der zentralen Route, die als die gefährlichste gilt.