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Katar: Ultimatum verstrichen, keine neuen Sanktionen

Jetzt soll der deutsche Geheimdienst BND helfen.

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Katar: Ultimatum verstrichen, keine neuen Sanktionen

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Verfahren ist die Situation am persischen Golf. Das Emirat Katar, unter Druck gesetzt von mehreren arabischen Staaten, hat ein Ultimatum verstreichen lassen. Und die Staaten Ägypten, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain scheinen auch nicht so recht zu wissen, wie sie jetzt weiter verfahren sollen. Jedenfalls haben sie vorerst keine neuen Sanktionen gegen Katar verhängt.

00.21 Set up presser

00.25 SOT EGYPTIAN FOREIGN MINISTER SAMEH SHUKRI:
“Die vier Staaten haben eine negative Antwort bekommen, die zudem nichts mit der Sache an sich zu tun hat”, sagte der Außenminister Ägyptens, Sameh Shukri. “Wir glauben, Katar wird aufgrund dessen so weitermachen wie bisher und sich nicht um die von uns angesprochenen Probleme kümmern.”

Die Staaten werfen Katar Terrorunterstützung vor, sie fordern unter anderem einen Abbruch der Kontakte zu Iran und die Schließung des Fernsehsenders Al Jazeera, der weithin als eine der wenigen unabhängigen Nachrichtenquellen in der arabischen Welt gesehen wird.

Katar setze weiterhin auf Dialog, so Katars Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani, “und das, obwohl internationales Recht verletzt wird, 12.000 Familien auseinandergerissen wurden und der Isolierung, die eine klare Aggression darstellt und allen internationalen Abkommen spottet.”

Tatsächlich ist Katar derzeit isoliert von seinen Nachbarn. Flugzeuge bleiben am Boden, LKWs mit Wirtschaftsgütern werden nicht über die Grenze gelassen. Während eines Besuchs von Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel in der Region wurde jetzt vereinbart, dass der deutsche Geheimdienst BND den Vorwurf der Terrorunterstützung nachprüfen soll und damit zur Lösung der Krise beiträgt.