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Barnier: "Großbritannien wird ein Drittland sein"


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Barnier: "Großbritannien wird ein Drittland sein"

Der EU-Chefverhandler für den “Brexit”, Michel Barnier, hat klar gemacht, dass Großbritannien nach seinem EU-Austritt nicht teilweise beim EU-Binnenmarkt oder bei der EU-Zollunion mitmachen kann – ein Rückschlag für die britische Regierungsposition. “Die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, wird gewaltige Konsequenzen haben”, so Barnier. “Egal wie die Verhandlungen ausgehen, am 29. März 2019 Mitternacht wird Großbritannien ein Drittland sein.”


Michel Barnier, EU-Chefverhandler für den “Brexit”:

“Manche Leute in Großbritannien argumentieren, dass man den Binnenmarkt verlassen und dessen Vorteile behalten kann – das ist nicht möglich. Ich habe von einigen Leuten in Großbritannien gehört, dass man den Binnenmarkt verlassen und “reibungslosen Handel in einer Zollunion betreiben” könne – das ist nicht möglich.”


Vor dem EU-Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel deutete Barnier an, dass die britischen Landwirtschaftsexporte dann EU-Grenzkontrollen unterliegen könnten.



Unternehmen wie Airbus in Wales – hier entwickeln und fertigen 5.000 Mitarbeiter vor allem Tragflächen – stünden vor neuen “Zwängen” beim Bewegen von Teilen und Mitarbeitern zwischen ihren europäischen Standorten, warnte der “Brexit”-Verhandlungsführer.

Beide Seiten würden verlieren, aber Großbritannien mehr als die EU. Ein No-Deal-Szenario sei keine Option, die EU wolle eine Einigung mit Großbritannien, betonte Barnier.


Die britischen Premierministerin Theresa May will mit der EU so “reibungslos wie möglich” handeln und meint “Kein Deal ist besser als ein schlechter.”

su mit Reuters