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G20-Gipfel: Gewaltausbruch bei "Welcome to Hell"-Marsch befürchtet


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G20-Gipfel: Gewaltausbruch bei "Welcome to Hell"-Marsch befürchtet

Warmlaufen gegen die Weltpolitik. Vor dem offiziellen Beginn des G20-Gipfels in Hamburg am Freitag haben Globalisierungsgegner mit einer Demonstration unter dem Motto “Lieber tanz ich als G20” protestiert. Die Polizei registrierte 11.000 Teilnehmer und damit deutlich mehr als erwartet. Die Veranstalter sprachen von 20.000 Demonstranten. Weitaus weniger friedlich könnte heute die Gegendemonstration mit dem größten Konfliktpotenzial ablaufen. Unter dem Slogan “Welcome to Hell” wollen sich nach Behördenangaben mindestens 8000 gewaltbereite Linksautonome aus dem In- und Ausland erwartet werden.

Mitorganisator Michael Martin sagte: “In der Welt ist das Leben für viele Menschen tatsächlich die Hölle, das wollten wir damit ausdrücken. Und wir wollten auch zum Ausdruck bringen, dass wir nicht bereit sind, da mitzuspielen und dass wir den reibungslosen Ablauf des Gipfels stören wollen.”

Bereits am Sonntag war es in Hamburg zu ersten Ausschreitungen von Teilnehmern eines Protestcamps gekommen. Auch am Dienstag gab es in St. Pauli Krawalle. Zu dem heutigen “Welcome to Hell”-Marsch werden auch Tausende bis Zehntausende friedliche Demonstranten erwartet. Die Linksautonomen kündigten einen “der größten schwarzen Blöcke aller Zeiten“an und erklärten, sich zur Wehr zu setzen, wenn sie angegriffen würden. Insgesamt haben die Hamburger Behörden bis zum Abschluss des Gipfels am Sonntag fast 30 Demonstrationen und andere Veranstaltungen von Globalisierungsgegnern genehmigt.

“Gipfel stören – Stadt erobern” – so lautet das Gipfelmotto für viele Gegendemonstration. Einige Veranstalter von Demos haben kein klares Bekenntnis zu gewaltfreien Protesten abgelegt.


Still und friedlich lief eine etwas andere Anti-Gipfel-Demo in der Innenstadt von Hamburg ab.